Real Potosí gewinnt mit zehn Mann gegen ABB
Real Potosí hat im sechsten Gruppenspiel der Copa de la División Profesional am vergangenen Abend mit 3:1 gegen ABB gewonnen. Das Spiel endete am 29. September 2026, und nebenbei zeigt die Bilanz, dass weniger Ballbesitz manchmal mehr bringt als die Statistik vermuten lässt. Interessant wird es, weil Real Potosí einen Großteil der Partie mit zehn Spielern bestreiten musste.
Die Szene ging in die Überprüfung, als C. Vedia in der 25. Minute des Feldes verwiesen wurde. Doch bevor das geschah, hatte J. Rivas bereits in der 12. Minute den 1:0-Führungstreffer erzielt. Und dann fiel das zweite Tor kurz vor der Halbzeitpause: J. Rojas traf in der 44. Minute zum 2:0. Die Gäste verloren völlig den Faden, während Real Potosí den Vorsprung über die Zeit brachte.
Interessant wird es nach der Pause. ABB glich in der 67. Minute per Strafstoß durch G. Rea Mendieta aus. Aber der Eigengewächs L. Ali entschied das Spiel in der 90. Minute für die Gastgeber. Real Potosí hat die Partie im Alleingang entschieden, nicht durch Dominanz, sondern durch Präzision in den entscheidenden Momenten.
Die Zahlen erzählen eine andere Geschichte. ABB kontrollierte mit 62 Prozent Ballbesitz und brachte 102 Angriffe zustande. Real Potosí kam auf 38 Prozent und 46 Angriffe. Aber die Effizienz war anders verteilt: Real Potosí hatte acht Trefferversuche aufs Tor, davon waren 47 Prozent treffsicher. ABB traf nur bei 25 Prozent seiner Versuche. Ein Fehler entscheidet, wenn man ihn nicht korrigiert.
Die Substitutionen zeigten, dass beide Seiten umspielten. In der 68. Minute wurden drei Spieler gleichzeitig ausgewechselt – bei Real Potosí J. Rojas und J. Rivas, bei ABB E. Condori. Die Gäste brachten noch zwei weitere Wechsel, bevor Real Potosí in der 83. Minute zwei Spieler gleichzeitig einwechselte. Der Markt sieht ein torarmes Spiel, aber hier ging es um Qualität, nicht um Quantität.
Was bedeutet das Ergebnis? Real Potosí beendet die Vorrunde mit einer Leistung, die nicht nach Statistik aussieht, aber nach Sieg. ABB bleibt trotz der hohen Ballbesitzquote ohne Punktegewinn. Ein Derby mit eigener Rechnung, bei dem die Zahlen nicht lügen, aber auch nicht alles erklären.