In der ersten Runde der League Stage der UEFA Women's Champions League besiegte Arsenal Koge 1:0 auf dem Medow Park. Das Spiel endete mit einem Elfmeter im Nachspiel — 90+3 Minuten nach dem Anpfiff steckte Mariona Caldentey den entscheidenden Treffer ein. Davor hatte sich die Partie über weite Strecken im Schatten einer verworfenen Chance bewegt, die um die 13. Minute gefallen sein könnte.
Chloe Kelly traf in der 13. Minute, doch der Treffer wurde per VAR storniert. Interessant wird es, wenn man betrachtet, wie Arsenal danach spielte: 179 Angriffe gegen 60 bei Koge, 70 Prozent Ballbesitz gegenüber 30. Die Gäste leisteten sich zu viele Fouls — 16 gegen 4 — und fanden kaum Raum im Spielaufbau der Hostessinnen.
Wechselreihen prägten die zweite Halbzeit. In der 45. Minute brachte Stina Blackstenius Aemu Oyama heraus, in der 58. Minute folgte Kim Little. Um die 59. Minute tauschten beide Teams parallel: Caitlin Foord und Zuzanna Witek kamen auf den Platz. Und dann kamen in der 72. Minute Kyra Carusa und Frida Maanum für Arsenal, während Koge in der 80. Minute mit Mwanalima Jereko und Nadia Nadim nachlegte. Chloe Kelly wurde in der 82. Minute selbst ausgewechselt.
Die Statistiken zeigen das Bild klar: Arsenal schoss 18 Mal, davon 7 daneben und 2 ins Tor. Koge landete 4 Versuche, 2 daneben, 1 im Ziel. Die Quote ist gestiegen bei den Gästen — doch eine Chance schuf Arsenal, Koge null. Viele Schüsse mit einem Tor bedeutet, dass die Chancen verpasst wurden. Der Elfmeter im Nachspiel änderte daran nichts an der Dominanz, nur am Ergebnis.
Wir hatten vorhergesagt: Sieg der Hostessinnen, mit 69 Prozent Sicherheit. Der Prognose trafen zu. Nicht weil Arsenal dominierte — das tat es —, sondern weil Koge in entscheidenden Momenten nicht die Nerven bewahrte. Die rote Karte fehlte, dafür gab es eine Gelbe für Laura Hermann in der 88. Minute. Ein gelber Zettel, der mehr sagt als ein roter, wenn man genau hinsieht.
Arsenal startet mit drei Punkten in die League Stage. Koge geht mit null Punkten nach Hause. Die Tabelle sagt wenig — es war der erste Spieltag. Doch der Unterschied zwischen 70 und 30 Prozent Ballbesitz, zwischen 179 und 60 Angriffen, zwischen einem verworfenen Tor und einem Elfmeter im Nachspiel — das war das Spiel.