Am Freitagabend trafen die Toronto Tempos auf die Indiana Fever in der Women's National Basketball Association. Das Spiel endete mit 85 zu 103 Punkten zugunsten der Gäste. Die Tempos verloren ihren Mann in der Defensive, als die Fever den Unterschied festmachten.
Interessant wird es, wenn man die Führungsschwünke vergleicht. Toronto kam nie über zwei Punkte Vorsprung, Indiana führte zeitweise mit achtzehn. Der Unterschied zeigte sich in der Distanz: Die Fever trafen fünfzehn von neunundzwanzig Dreipunktewürfen, die Tempos acht von dreissig. Nebenbei fiel, dass Indiana die Angriffe besser verteilte mit sechsundzwanzig Assists gegenüber sechzehn.
Wir hatten die Gäste favorisiert und lagen mit fünfundsiebzig Prozent richtig. Die Prognose war nicht schwer zu treffen. Indiana spielte sich frei, während die Tempos in der Abwehr immer wieder durchbrachen.
In der Statistik liegt der entscheidende Unterschied bei der Effizienz. Indiana warf dreissigmal aus dem Feld und traf sechsmal häufiger als Toronto mit neunundzwanzig Versuchen. Die Tempos sammelten mehr Rebounds mit dreiunddreissig gegen dreissig, doch das reichte nicht. Punkte durch Ballverluste erzielten beide Seiten ähnlich: fünfzehn für Toronto, siebzehn für Indiana.
Die Tabelle bestätigt die Hierarchie. Indiana steht auf dem zweiten Platz mit siebenundzwanzig Siegen bei vierundvierzig Spielen. Toronto liegt auf dem sechsten Rang mit elf Siegen und dreissig Niederlagen. Der Abstand von sechzehn Punkten in der Bilanz ist deutlich.
Die Tempos warten seit Wochen auf einen Sieg. Die letzten fünf Partien endeten mit vier Niederlagen, nur gegen Portland gab es vierundachtzig zu neunundneunzig Punkte. Die Fever zeigen hingegen Stabilität. Von den letzten fünf Spielen gewannen sie drei, verloren zwei. Das Spiel am Freitag war keine Überraschung, sondern eine Bestätigung der aktuellen Form.