Anderlecht und Genk trafen am Samstag im Lotto Park aufeinander. Die Begegnung endete torlos, punktgleich blieben beide Vereine in der Jupilier-Pro-Liga. Der Gastgeber lag zuvor auf Platz elf, Genk war Achter. «Nebenbei» hat das Spiel wenig verändert, aber die Stimmung war spürbar.
In der zwanzigsten Minute erhielt Oliver Antman die erste Gelbe Karte. Dann wurde es ruhiger, Genk suchte nach Lösungen. In der fünften Spielminute der Halbzeitpause kam Ayumu Yokoyama vom Platz. Interessant wird es, wenn man sieht, wie beide Teams reagierten.
Ilias Koutsoupias brachte für Genk frische Energie, Marco Kana musste in der neunten Minute ebenfalls den Platz verlassen. Um die sechzigste Minute herum wurden gleich sechs Spieler gewechselt. Anderlecht holte Bentayeb, Sikan und Ojea herein, Genk brachte Erenbjerg, Durosinmi, Kayembe und Bangoura. Es war, als wollten beide Seiten die Taktik ändern.
Antman wurde in der vierundachtzigsten Minute ausgewechselt, Yaimar Medina fing in der achten Minute eine Gelbe Karte ein. Der Rest war ein Abhaken der verbleibenden Zeit. Kein Team fand den Schlüssel.
Anderlecht kontrollierte 54 Prozent der Ballbesitzzeit und absolvierte 113 Angriffe, Genk kam auf 74. Der Gastgeber hatte vier Treffer aufs Tor, Genk zwei. Von den acht Schüssen landeten nur drei im Ziel. Die Chancen blieben rar, und die Statistiken zeigen das deutlich.
Wir hatten eine Heimsieg-Prognose abgegeben, 45 Prozent Sicherheit. Der Matchplan der Gäste passte besser. Sie standen kompakter, nutzten die Standards nicht, aber sie ließen sich nicht durchdrücken. «Und dann» kommt es darauf an, wer den Nerv behält.