In der siebten Runde der ungarischen zweiten Liga siegte Nagykanizsa ULE mit 1:0 bei BVSZ. Das einzige Tor fiel in der 21. Minute durch R. Zsolnai. Nebenbei zeigt der Vergleich: 56 Prozent Ballbesitz beim Gastgeber, doch die Zahl sagt wenig über den Spielverlauf aus.
In der 20. Minute sah L. Babos die erste gelbe Karte. Und dann, eine Minute später, entschied ein einzelner Moment. Zsolnai traf zum 1:0 — der Eigengewächs traf beim ersten Einsatz, so steht es in den Notizen. BVSZ schaffte vier Treffer aufs Tor, Nagykanizsa nur einen. Interessant wird es, wenn man den Kontext betrachtet.
Die Gäste änderten zur Pause das System. In der 46. Minute kamen vier Spieler gleichzeitig für BVSZ: M. Katona, N. Benko-Biro, L. Babos und M. Marosi. Es folgte eine Welle von Wechseln — 62., 75., 83. Minute. A. Kiraly erhielt in der 72. Minute die zweite gelbe Karte für BVSZ. Der Spielzug änderte sich, doch das Ergebnis nicht.
Die Statistiken liegen nah beieinander. BVSZ mit 140 Angriffen gegen 110 bei den Gästen, neun Eckbälle gegenüber zwei. Viele Schüsse, ein Tor — die Chancen gingen verloren. Die Gastgeber brauchten zehn Abstoßbälle, die Gäste sechzehn. Offside zählte bei beiden Seiten einmal.
In der Tabelle bewegt sich wenig. BVSZ liegt auf Platz 13 mit vier Punkten aus sechs Spielen, zwei Siege und ein Unentschieden fehlen noch. Nagykanizsa ist Zwölfter mit sechs Punkten nach sieben Partien. Beide Teams haben vier Niederlagen auf dem Konto. Der Abstand von zwei Punkten bleibt bestehen.
Wir hatten einen Heimsieg prognostiziert, mit 49 Prozent Sicherheit. Der Matchplan ging nicht auf. Es war nicht die Statistik, die den Unterschied machte, sondern die Minute, in der der Ball im Netz war.