Chelsea und Milan trafen sich am 8. August im Rahmen der Club Friendlies. Das Spiel endete 3:0 für die Londoner. Interessant wird es, wenn man betrachtet, wie schnell die Partie nach der Halbzeit ihren Charakter veränderte.
In der 45. Minute fiel das erste Tor. Joao Pedro nutzte eine Gelegenheit zur 45+2. Minuten. Und dann kam die Halbzeitpause, und genau dort begann der eigentliche Unterschied. Die Gäste hatten bis dahin keine einzige Chance auf das Tor kreiert, das Expected Goals lagen bei 0,28.
Bereits in der 46. Minute stand es 2:0. Joao Pedro traf erneut, unmittelbar nach dem Seitenwechsel. Ein Moment, der den Verlauf bestimmte. Nebenbei wurde S. Pavlovic ausgewechselt, doch der Taktikwechsel folgte erst später. Die_hosts_ schalteten um, und Milan geriet in Zugzwang.
M. Caicedo erhöhte in der 51. Minute auf 3:0. Und dann war die Partie entschieden. Bei 2,17 Expected Goals und sieben großen Chancen, die die Londoner schufen, während Milan null schuf, zeigt sich die Dominanz. Acht Schüsse auf Ziel bei nur drei daneben — die Gäste hielten den Ball, aber nicht das Spiel.
Die Statistik bestätigt, was man sah. 50 Prozent Ballbesitz für beide Seiten, doch 91 Angriffe gegen 73, 90 Pässe in das finale Drittel gegen 43. Milan parierte fünf Mal, ohne dass der Torhüter wirklich gefordert war. Interessant wird es vielleicht, wenn man betrachtet, wie viele Bälle ins eigene Halbfeld zurückgespielt wurden — 90 bei den Gästen, 88 bei den Hosts. Ein Unterschied in der Philosophie.
Die Auswechslungen kamen später. In der 59. Minute brachte Loftus-Cheek frische Beine, Welbeck folgte. Hato kam in der 79. Minute, Joao Pedro in der 86. Und dann Fofana in der 90+2. Minuten. Ein Turnus, der Ruhe ausstrahlte. Die Gastgeber beendeten die Negativserie, die mit der 0:1-Niederlage gegen Juventus begonnen hatte.
Was bleibt, ist die Gewissheit, dass solche Spiele über wenige Momente entschieden werden. Drei Tore, drei Episoden, die den Rahmen bildeten. Nebenbei könnte man vermerken, dass Milan zuletzt gegen Inter unentschieden spielte — doch heute zählte die Tabelle nicht, sondern der Auftritt selbst.