Coritiba und Chapecoense trafen in der 22. Runde der brasilianischen Serie A aufeinander. Das Spiel endete 2:1 für die Gastgeber aus Curitiba. Es war ein Match, das lange nach einem Unentschieden aussah, bevor die Gäste in der Schlussphase noch einmal aufhorchen ließen.
Die erste Entscheidung fiel früh. In der 31. Minute erzielte Tiago Coser den Führungstreffer für Coritiba. Bruno Melo erhielt wenig später die gelbe Karte – in der 32. Minute. Nebenbei zeigte der Spielverlauf, dass die Gastgeber nicht auf Ballbesitz setzten, sondern auf Effizienz.
Interessant wird es um die 44. Minute. Jacy traf eigentlich, doch der VAR hob das Tor wegen Abseits auf. Zur Halbzeit wurden dann zwei Spieler gewechselt: Josue und Max Alves kamen für Coritiba ins Spiel. Bruno Melo musste ebenfalls weichen, B. Ocampo nahm seinen Platz ein.
Die zweite Hälfte verlief ruhiger, bis Pedro Rocha in der 83. Minute den zweiten Treffer für Coritiba erzielte. Die Gäste hatten sich seither nicht neu sortiert. Rubens Ricoldi wurde in der 56. Minute verwarnt. Dann kamen noch weitere Wechsel: Marcinho, Fernando, Camilo Reijers. Pedro Rocha selbst wurde in der 84. Minute ausgewechselt.
Und dann kam die Überraschung. In der 90. Minute und fünf Sekunden erzielte Tulio den Anschlusstreffer für Chapecoense. Es reichte nicht. Coritiba hielt das Ergebnis. Die Gastgeber verloren ihren Mann nicht, sie warteten seit Wochen nicht mehr auf einen Sieg – dieser zählte jetzt.
Die Statistik spricht eine klare Sprache. Coritiba hatte 36 Prozent Ballbesitz, Chapecoense 64. Die Gäste brachten 28 Kreuzungen, die Gastgeber nur 19. Doch bei den Schüssen war Coritiba präziser: vier Treffer auf Ziel, fünf daneben. Chapecoense traf dreimal, fünfmal fehlte das Tor. Die erwarteten Tore lagen bei 1,27 für Coritiba, bei 0,38 für die Besucher.
Die Tabelle änderte sich spürbar. Coritiba steht auf Platz sieben mit 37 Punkten nach 26 Spielen. Chapecoense bleibt mit 17 Punkten aus 25 Begegnungen auf dem letzten Platz. Drei Siege und acht Unentschieden, vierzehn Niederlagen – die Gäste haben es selbst in der Hand, doch die Distanz ist groß.