Am RCTC Stadium endete die vierte Runde der La Liga Remis. Nach 90 Minuten und acht Minuten Nachspielzeit stand es 1:1 zwischen Espanyol und Sevilla. Lucas Stassin hatte in der 85. Minute den Sieg für die Gastgeber vorbereitet, bevor Marcos Fernández in der 90+8. Minute noch den Ausgleich fand.
Ungleichgewichte entstanden, als Arouna Sangante in der 56. Minute vom Platz gestellt wurde. Sevilla spielte fortan zu zehnt. Nebenbei erhielt Luis García Plaza in der 57. Minute seine zweite Gelbe Karte, die ihn als Trainer verwies. Und dann kam die Entscheidung, die den Abend drehte.
In der 62. Minute ging der Ball für Omar El Hilali ins Netz, doch die Video-Schlichtung hob das Tor auf. Interessant wird es, wenn ein Elfmeter oder ein Abseits den Lauf der Dinge verändert. Sevilla hatte die Chance, nach der roten Karte den Vorsprung zu sichern, und Espanyol erhielt die Möglichkeit, den Ausgleich zu halten.
Die Substitutionen folgten der Logik des Spiels. Robbie Ure und Giorgi Kochorashvili wurden in der 54. Minute ausgewechselt, Gabriel Moscardo und Álex Calatrava Torrado in der 59. Minute. Chidera Ejuke kam für Sevilla in der 60. Minute, Miguel Sierra und Jon Guridi in der 71. Minute. Die Trainer passten die Formation an die veränderten Umstände an.
Die Statistik zeigt die Dominanz des Heimteams. Espanyol besaß mit 56 Prozent die Ballkontrolle, Sevilla mit 44 Prozent. Vier große Torchancen wurden von den Gastgebern kreiert, Sevilla kam auf eine. Die Schüsse lagen bei 3:6 auf dem Tor, die Trefferquote war mit 25 Prozent gering. Viele Schüsse ohne Entsprechung.
Die Tabelle änderte sich nur marginal. Espanyol blieb auf Platz elf mit vier Punkten, Sevilla blieb auf Platz sieben mit sieben Punkten. Vier Spieltage waren gespielt, die Gruppierung der Abstiegskandidaten und der Spitzenteams war noch nicht abgeschlossen.
Wir hatten auf einen Heimsieg gesetzt, die Wahrscheinlichkeit lag bei 44 Prozent. Der Matchplan der Gäste passte nicht, Sangantes Platzverweis zerbrach die Struktur. Sevilla reagierte defensiv, Espanyol kontrollierte das Tempo. Der Ausgleich kam zu spät, als die Beine schwer wurden.