Am Freitagabend traf Eindhoven im Sechsten Spieltag der Eerste Divisie auf Dordrecht. Das Spiel endete 2:1 für die Gastgeber. Beide Teams standen vor dem Match punktgleich auf den unteren Tabellenplätzen, Eindhoven sechzehnt, Dordrecht siebzehnt. Vier Punkte nach fünf Spielen – das ist die Lage, in der jeder Punkt zählt.
Die erste Entscheidung fiel bereits nach fünfzehn Minuten. Martin Vetkal traf für Dordrecht, der Gast führte früh. Und dann änderte sich die Spielsituation, ohne dass eine klare Chance entstanden war. Vierzig Minuten später, in der vierundvierzigsten Minute, entschied ein Eigentor von Jaden Pinas. Dordrecht verpasste einen Vorsprung, der in diesem Spiel kaum noch zu holen war.
Eindhoven brauchte bis zur sechzigsten Minute, um auszugleichen. Owen Renfrum traf zum 1:1. Interessant wird es, wenn man bedenkt, dass beide Teams in dieser Phase kaum Torchancen kreierten. Die Statistik zeigt: Null groß herausgespielte Situationen für beide Seiten. Das Spiel wurde über Zweikämpfe und Einzelaktionen entschieden, nicht über Systematik.
Die roten Karten kamen später. Bjorn Hardley erhielt in der achtundsiebzigsten Minute die Platzverweisung. Dordrecht spielte die Schlussphase zu dritt. Eindhoven nutzte die Überzahl nicht weiter aus, die Statistik bestätigt das: Zwei Schüsse ins Tor, einer davon von Renfrum. Nebenbei fiel auf, dass beide Teams ähnliche Ballbesitzwerte hatten – je fünfzig Prozent – aber unterschiedlich viel attackierten.
Die Zahlen erzählen eine andere Geschichte als das Ergebnis. Eindhoven hatte 95 Angriffe, Dordrecht 86. Beide Teams schossen dreimal ins Tor, aber die Trefferquote lag bei unter dreißig Prozent. Und dann kam das Eigentor, das den Unterschied machte. Fünf Ecken für Dordrecht, eine für Eindhoven – mehr brachte auch das nicht.
Der Sieg bedeutet für Eindhoven den ersten Punktgewinn nach drei Niederlagen. Dordrecht bleibt siebzehnt, die Abstiegssituation verschärft sich. Vier Punkte bei fünf Spielen – das ist kein sicherer Abstand mehr. Die Tabelle wird in den nächsten Wochen entscheiden, wer oben bleibt und wer.