Am Mittwochabend spielte in Deventer die Liga-Konferenz-Qualifikation. Twente gegen Qarabağ, das war das Duell. Am Ende stand 0:1 für die Gäste aus Aserbaidschan. Wer die Qualifikation will, muss so etwas überleben.
Interessant wird es in der 52. Minute. Kady Borges traf aus der Distanz. Twente stand da und wusste nicht, wie ihm geschah. und dann kam die Panik, die Panik war nicht nötig. Ein Ball, ein Tor, und die Abwehrkette war ausgehebelt.
Nebenbei fiel auf: Twente spielte viel, aber nicht effizient. 152 Angriffe gegen 68, das ist ein Unterschied. Die Gäste warteten, und wenn sie rannten, dann trafen sie. 57 Prozent Trefferquote bei den Schüssen, gegenüber 24 Prozent bei den Niederländern. Das ist der Unterschied zwischen Ballbesitz und Effektivität.
Fünf gelbe Karten für Twente, eine für Qarabağ. Robin Pröpper musste schon in der 46. Minute ausgewechselt werden, ein weiterer Hinweis auf die Verletzungsprobleme. Die Gäste blieben sauber, das war taktisch klug. und dann kam die Umstellung, der Trainer stellte um, aber es half nichts mehr.
Die Zahlen sagen viel aus. 61 Prozent Ballbesitz, 523 Pässe gegen 343. Aber nur ein Tor. Twente schoss 12 Mal aus dem Strafraum, 9 von außen. Qarabağ kam mit weniger aus. Vier Schüsse aufs Tor, zwei trafen. Das ist kein Zufall.
Wir hatten Twente-Prognose abgegeben, 61 Prozent Sicherheit. Der Matchplan sah anders aus. Der Gegner spielte konsequent, Twente suchte nach Lösungen, die nicht kamen. Die Qualifikation bleibt offen, aber die Rechnung hat sich kaum bewegt.