Sarajevo und Radnik trennen sich in der Eröffnungsrunde
In der ersten Runde der Premijer Liga endete das Spiel zwischen dem FK Sarajevo und dem FK Radnik Bijeljina torlos. Die Gastgeber aus Sarajevo hielten sich gegen den Aufsteiger aus Bosnien-Herzegowina, blieben aber ohne Treffer. Es war ein Match, in dem beide Seiten ihre Defensivstruktur bewahrten, aber keine entscheidende Chance nutzten.Die Partie begann mit einer gewissen Vorsicht auf beiden Seiten. Bereits in der siebten Minute sah S. Radovic die erste Gelbe Karte, was den Ton für den restlichen Verlauf vorgab. Interessant wird es, wenn man betrachtet, wie sich die Gelben nach und nach häuften — insgesamt sechs für Radnik, eine für Sarajevo. Das Spiel war geprägt von vielen Unterbrechungen, aber auch von taktischer Disziplin. In der 46. Minute wurde B. Barisic für Sarajevo eingewechselt, was einen kleinen Impuls setzen sollte. Die Gastgeber hatten mit 60 Prozent Ballbesitz mehr Kontrolle, doch die Zahlen zeigen auch: 115 Angriffe gegen 102 bei den Gästen bedeuteten nicht automatisch Torchancen.
Beim Stande von 0:0 kam es darauf an, wer den Fehler machte. In der 51. Minute folgte die zweite Gelbe für Radnik, gefolgt von weiteren Verwarnungen in den folgenden Minuten. Nebenbei fiel auf, dass beide Teams jeweils vier Schüsse aufs Tor abgaben — vier daneben. Das Verhältnis war ausgeglichen, aber die Durchschlagskraft fehlte. Sarajevo wechselte in der 66. Minute L. Mikic, versuchte den Druck zu erhöhen. Doch Radnik hielt stand, wenn auch mit zehn Spielern nach der 74. Minute, als O. Klenpic die vierte Gelbe für seine Mannschaft erhielt und in der 78. Minute ausgewechselt wurde.
Die Statistik bestätigt: Sarajevo dominierte im Ballbesitz, Radnik verteidigte kompakt. Beide Teams hatten je acht Schüsse, davon vier auf Ziel. Bei der hohen Anzahl an Angriffen (115 zu 102) bedeutet das, dass die Chancen nicht verwertet wurden. Ecken: sechs zu vier. Freistöße: 22 zu 26. Es war ein Match, das mehr durch Disziplin als durch Offensivspiel geprägt war.
Die Tabelle nach sechs Spieltagen zeigt das Bild klar: Sarajevo liegt mit zehn Punkten auf Platz vier, Radnik mit drei Punkten auf Rang zehn. Und dann kam diese Partie — ein Punkt für beide, aber unterschiedlich gewichtet. Für Sarajevo war es eine Bestätigung der defensiven Stabilität, für Radnik ein weiterer Schritt in die richtige Richtung. Ein Unentschieden, das beide Seiten akzeptieren konnten, ohne dass sich das Bild der Tabelle grundlegend veränderte.