LDU Quito und Mirassol trafen im Achtelfinale der Copa Libertadores aufeinander und endeten regulär 0:0. Interessant wird es erst in den Verlängerungen, als sich das Spiel auf ein Elfmeterschießen zubewegte. Der Sieg ging am Ende mit 6:1 nach Elfmeterschießen an die Ecuadorianer, nachdem Victor Luis den ersten Versuch verschossen hatte.
Das Spiel selbst blieb eher überschaubar. LDU behielt mit 63 Prozent Ballbesitz die Initiative, während Mirassol auf 37 Prozent kam. Nebenbei fiel auf, dass beide Teams jeweils 23 Luftduelle gewannen – ein Zeichen dafür, dass der Zweikampf auf dem Platz fair verteilt war. Die Statistiken zeigen 92 Angriffe gegen 66, doch die Chancenqualität unterschied sich kaum: 0,76 erwartete Tore für LDU, 0,78 für Mirassol.
Die gelben Karten kamen verteilt über die Spielzeit. Denilson erhielt seine Verwarnung in der 12. Minute, Ricardo Adé in der 44., Chico in der 45. Plus drei Minuten und André Luis in der 52. Minute. Und dann kamen die Wechslungen – R. Mina wurde durch Chico Kim ersetzt, J. Corozo kam für den Verletzten, und weitere Namen folgten, ohne das Bild des Spiels zu verändern.
Im Elfmeterschießen zeigte sich der entscheidende Moment: Victor Luis scheiterte, aber Deyverson, Alesson, J. Pretell, Carlos Eduardo, M. Estrada, Neto Moura, G. F. Allala Menendez und Bruno Santos verwandelten alle ihre Versuche. Der Torwart von Mirassol hatte drei Paraden im regulären Spiel zu bieten, zwei davon blieben jedoch ohne Wirkung.
Beide Mannschaften stehen mit zwölf Punkten auf den ersten beiden Plätzen – vier Siege, zwei Niederlagen, keine Unentschieden. Interessant wird es nun im Viertelfinale, wo die Gegner noch nicht feststehen. LDU hatte zuletzt gegen Aukos gewonnen, Mirassol verlor 1:5 bei Flamengo.
Unser Prognose hatte auf einen Sieg für die Gastgeber gesetzt, mit 59 Prozent Sicherheit. Und dann geschah etwas anderes. Das Elfmeterschießen entschied – und genau dort lag der Punkt, an dem die Rechnung nicht aufging. Manchmal reicht ein verschossener Elfmeter, um eine ganze Vorhersage zu kippen.