Liepāja und Riga trafen am 31. August in der 28. Runde der Virslīga aufeinander. Das Spiel endete 3:2 für die Gastgeber. Es war ein Match, in dem drei Tore in der ersten Halbzeit den Grundstein legten und erst in der Schlussphase alles wieder offen wurde.
E. Oloko hatte die Initiative ergriffen. Vier Minuten waren vergangen, da stand es bereits 1:0. Nebenbei fiel auf, dass Talisca nur zwei Minuten später die erste Gelbe Karte sah. Dann kam die Antwort von Riga. M. Badamosi glich in der 17. Minute aus. Interessant wird es, wenn man bedenkt, dass Liepāja in dieser Phase nur vier Corner hatte und Riga bereits neun.
Die Führung der Gastgeber kam über den Elfmeterpunkt. In der 27. Minute verwandelte E. Oloko sicher zum 2:1. Er war an allem beteiligt, was in dieser Phase zählte. Riga holte sich den Druck zurück, doch die Abwehrkette wurde ausgehebelt. In der Folgezeit standen die Gäste tiefer und kompakter.
A. Ogunniyi brachte Liepāja in der 58. Minute endgültig in Front. 3:1. Die Gäste reagierten mit Substitutionen. S. L. Robalo Pedro und C. Saco kamen für Riga. Doch es reichte nicht. Bis zur 78. Minute änderte sich am Spielstand nichts, obwohl die Statistik für Riga sprach: 60 Prozent Ballbesitz, 14 Schüsse, davon sieben aufs Tor.
Am Ende sollte es noch einmal brenzlig werden. A. Taiwo traf in der 90. Minute und 4. Sekunden. 3:2. Der Ball war drin, bevor die Schiedsrichter abpfiffen. K. Leidsman erhielt kurz darauf die Gelbe Karte. Liepāja beendete die Negativserie, Riga ging den Kräfte aus.
Die Zahlen zeigen ein klares Bild. Riga kontrollierte das Spiel, hatte 109 Angriffe gegenüber 80, 248 Pässe in der gegnerischen Hälfte gegen 124. Doch die Genauigkeit fehlte. Liepāja schoss drei Mal ins Ziel, Riga sieben. Drei große Chancen entstanden auf beiden Seiten. Viele Schüsse mit nur einem Unterschied bedeutet, dass die Chancen nicht genutzt wurden.
Liepāja bleibt auf dem fünften Platz mit 37 Punkten. Riga hält den zweiten Rang mit 65 Punkten, ein Sieg nach 20 Spielen und fünf Unentschieden. Die Tabelle wird sich teuer verkaufen lassen, wenn die Gäste ihre Dominanz nicht in Tore umsetzen. Ein Derby mit eigener Rechnung, das für beide Seiten unterschiedliche Konsequenzen hat.