Lusitano Évora 1911 traf am Samstagabend auf Belenenses im 1/128-Finale des portugiesischen Pokals. Die Gäste gewannen mit 1:2. Und dann war die Partie eigentlich entschieden, bevor sie richtig Fahrt aufnahm.
Beide Mannschaften zeigten sich in der ersten Halbzeit zurückhaltend. Lusitano hielt sich nah an die Ballbesitzquote von 48 Prozent, Belenenses lag bei 52. Interessant wird es, wenn man betrachtet, dass beide Teams insgesamt weniger als 90 Angriffe zustande brachten. Nebenbei fiel auf, dass keine Torschüsse den Weg ins Tor fanden — oder die Daten erfassen das nicht.
Die Statistik ließt sich seltsam. Sechs gelbe Karten für Lusitano, drei für Belenenses. Null Fouls, null Offside-Situationen, null Torhüterparaden. Zahlen, die keinen Sinn ergeben, aber stehen da so. Belenenses hatte drei, Lusitano zwei Eckbälle. Mehr nicht.
Was Belenenses mitbringt, spricht für sich. Fünf Spiele in Folge ungeschlagen, davon vier Siege. Das letzte Spiel endete 5:0 gegen União Santarém. Lusitano dagegen: Zwei Niederlagen in den letzten fünf Partien, zuletzt 1:2 gegen Maфра. Interessant wird es immer dann, wenn man vergleicht.
Das Ergebnis bedeutet für Belenenses den Einzug in die nächste Runde. Für Lusitano das Ende des Pokalwegs in dieser Saison. Mit einem Bein schon draussen, wenn man so will. Die Tabelle sagt wenig aus — die Liga hat gerade erst begonnen. Aber der Pokal war für beide etwas anderes.