Ein Tor reicht für den Weiterzug
Onse Kálidas und Alianza Petrolera trafen am Mittwochabend in der Runde der letzten 16 des kubakolumbianischen Pokals aufeinander. Das Spiel endete 1:0 für die Heimmannschaft, und interessant wird es, dass diese knappe Entscheidung lange Zeit nicht sicher schien. Nebenbei sei bemerkt, dass wir genau diesen Ausgang prognostiziert hatten – mit sechzig Prozent Sicherheit, wie man sich erinnern kann. Der Grund dafür lag weniger in der Dominanz als in der Präzision.
Das entscheidende Ereignis kam früh: in der siebzehnten Minute traf A. Roa. Er nutzte einen Moment der Unachtsamkeit der Defensive und schob den Ball ins Netz. Danach passte sich das Spieltempo an, und die Gastgeber behielten den Ball lieber bei sich als dass sie ihn überliessen. Die Statistik zeigt neun Treffer aufs Tor gegenüber drei beim Gast – doch die Zahlen lügen oft, wenn sie isoliert betrachtet werden.
Verteidigerisch stand die Abwehr solide, und J. Alvarado erhielt in der vierzigdritten Minute eine gelbe Karte, weil er zu früh zuschlug. In der vierzigfünften Minute folgte ein weiterer Verweis, diesmal für einen Gegenspieler. Die Schiedsrichter kontrollierten das Spiel, ohne es zu sprengen, und nebenbei fiel auf, dass Alianza Petrolera keine einzige Ecke erkämpfte. Das ist ein Zeichen dafür, dass der Angriff nicht organisch wurde.
In der zweiten Hälfte wurden mehrere Wechsel durchgeführt: in der vierundsechzigsten, zweiund siebzigsten und vierundsiebzigsten Minute. Die Trainer versuchten, das Spiel zu kippen, und interessant wird es, dass D. Moreno in der achtzigsten Minute einen Elfmeter verschoss. Vierundachtzig Minuten nach dem Tor der Gastgeber war der Vorsprung so gut wie gesichert. Die Heimmannschaft liess viel laufen und schenkte das Ergebnis nicht mehr her.
Alianza Petrolera liegt mit sieben Punkten aus vier Spielen auf dem zweiten Platz der Tabelle – ein Ergebnis, das keine Aussagekraft über diese einzelne Begegnung hat. Onse Kálidas hingegen kam nach einem 0:2 gegen Chico und einem 2:1 gegen Fortalza zu dieser knappen, aber verdienten Siegestatistik. Die Zahlen von 143 Angriffen gegenüber 106 zeigen, dass die Gastgeber den Druck hielten.
Was bleibt, ist die Erinnerung an die zwanzigste Minute – jenen Augenblick, als der Ball im Netz lag und sich alles drehte. Es war kein spektakuläres Spiel, aber ein Spiel mit eigener Rechnung. Und das reicht, um weiterzukommen.