Am Tofig-Bachramow-Republikanstadium trafen am Mittwochabend der FK Karabakh und Twente aufeinander. Es ging um den Einzug in die Gruppenphase der UEFA Conference League. Das Resultat fiel eindeutig aus: 1:4 für die Gäste aus den Niederlanden.
Vor einer Woche noch Sieger bei Twente, sah die Mannschaft aus Aserbaidschan heute eine andere Seite. «Und dann» änderte sich die Dynamik schnell. Während Karabakh zunächst den Ball hielt, übernahmen die Niederländer die Kontrolle. Die Partie entwickelte sich zu einem Spiel der Überlegenheit, das keine Überraschung mehr bot.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Twente steuerte 160 Angriffe bei, Karabakh kam auf 95. Besonders interessant wird es bei den Chancen: Die Gäste schufen fünf große Möglichkeiten, die Gastgeber nur eine. Der Erwartungswert für Tore lag bei Twente bei 2,65, während Karabakh mit 0,76 weit unter den Erwartungen blieb.
Nebenbei fiel die Disziplin auf. Karabakh erhielt eine rote Karte und fünf gelbe, Twente ging mit drei Gelben von der Bank. Das Spiel wurde oft unterbrochen. 21 Fouls der Gastgeber standen 16 der Gäste gegenüber. Diese Unterbrechungen nutzte Twente, um die Distanz zu vergrößern.
Taktisch zeigte sich der Unterschied in der Ballverteilung. Twente passte 457 Mal in die gegnerische Hälfte, Karabakh 211 Mal. Die Ballbesitzquote lag bei 61 Prozent für die Auswärtsmannschaft. Sie kamen in die Tiefe, nutzten Flanken und Dribblings. Karabakh scheiterte an der Effizienz: Von fünf Schüssen im Strafraum traf nur einer, und das war nicht genug.
Der Ausgang der Partie beendet eine kurze Serie für Karabakh. Nach dem Sieg gegen Twente zuvor folgte nun dieser Rückschlag. Twente hingegen zeigte, dass es nach der Niederlage am vergangenen Wochenende aufholen kann. Das Spiel war ein klarer Fall von Überlegenheit, nicht von Glück.