Kindio und Real Santa Cruz spielten am Freitagabend in der Clausura der Primera B ein torloses Unentschieden. Das Spiel endete 0:0, und das, obwohl die Gastgeber von Anfang an das Tempo bestimmten. Interessant wird es, wenn man sich die Zahlen ansieht.
In den ersten dreißig Minuten kontrollierte Kindio den Ball, ohne jedoch entscheidende Räume zu öffnen. Real Santa Cruz hielt kompakt, nebenbei sorgten ihre Verteidiger dafür, dass keine klaren Situationen entstanden. Der erste Hinweis auf den weiteren Verlauf kam in der 48. Minute, als J. D. Guillen Sanchez eine gelbe Karte sah.
Ab der 64. Minute kamen die Wechsel, und mit ihnen veränderte sich das Bild. A. Tello kam für Kindio, Segura und Delgado für Santa Cruz. Und dann begann der Austausch, der das Spiel bestimmte: in der 78. und 79. Minute kamen bei beiden Seiten weitere Spieler. In der 84. Minute folgte B. Moreno, und in der 87. Minute sah S. Roa seine Gelbe.
Was auffällt, ist nicht die Anzahl der Karten, sondern das Verhalten der Gäste. Sie standen nicht offen wie ein Scheunentor, sondern warteten. Ein Fehler entscheidet in solchen Spielen, und keiner der beiden Teams machte ihn.
Die Statistik zeigt das Verhältnis deutlich: Kindio hatte 145 Angriffe gegenüber 76 bei den Gästen, der Ball lag 70 Prozent bei den Heimspielern. Doch nur ein Schuss traf das Tor, und auch das war kein Treffer. Viele Schüsse, wenig Ergebnis — das ist ein Muster, das man aus solchen Abenden kennt.
Kindio bleibt Dritter mit 49 Punkten nach 26 Spielen, Santa Cruz liegt auf Platz 16 mit 16 Punkten. Der Unterschied in der Tabelle spiegelt sich in der Spielweise wider.
Wir hatten einen Sieg der Gastgeber vorhergesagt, mit einer Sicherheit von 66 Prozent. Der Vorhersage ging es anders, weil Real Santa Cruz nicht den Fehler machte, den man erwartet hatte.