Ein Sieg, der nicht viel zu sagen hatte
Real Betis und Real Sociedad trafen am Donnerstagabend aufeinander, 1:0 lautete das Ergebnis nach 90 Minuten. Es war das zweite Spiel der Regular Season in der La Liga, und die Gäste kamen mit vier Punkten aus vier Spielen auf die Reise. Die Gastgeber lagen nach derselben Anzahl von Partien auf dem dritten Platz mit neun Zählern.
Interessant wird es, wenn man die Minute 63 betrachtet. Rodrigo Riquelme traf und entschied damit den Abend. Vorher hatte es keine klaren Chancen gegeben, die sich so deutlich auszeichneten. Beide Mannschaften hatten ihre Möglichkeiten, aber die Torgefahr blieb aus. Nebenbei fiel auf, dass die Schiedsrichter bei den Gelben Karten nicht sparsam waren.
Die ersten Warnungen kamen früh. In der 46. Minute sah Sergio Gómez die gelbe Karte, zwei Minuten später Jon Aramburu. Igor Zubeldia folgte in der 61. Minute, Natan in der 80. Fran García und Héctor Bellerín bekamen beide in der 90. Minute ihre Verwarnung. Das war keine klare Linie, sondern eher eine Ansammlung einzelner Entscheidungen.
Wechsel gab es in großer Zahl. Bei Real Sociedad wurden in der 58. Minute drei Spieler gleichzeitig eingewechselt: Facundo Bernal, Takefusa Kubo und Ander Barrenetxea. Bernal wurde bereits eine Minute später wieder ausgewechselt. In der 72. Minute kamen Sergio Gómez und Yangel Herrera aufs Feld, in der 73. Rodrigo Riquelme selbst. Cucho Hernández folgte in der 80., Luka Sučić in der 87.
Die Zahlen erzählen eine andere Geschichte als das Ergebnis. Real Sociedad hatte 52 Prozent Ballbesitz und 1,36 Expected Goals, Real Betis 48 Prozent und 1,24. Die Gäste schossen drei Mal aufs Tor, die Gastgeber sieben Mal. Von den sieben Schüssen der Betis-Truppe landeten sieben im Zielbereich, aber nur einer wurde verwertet. Die Quote hat sich kaum bewegt.
Es war ein Spiel, das nicht viel zu sagen hatte. Real Betis bleibt auf dem dritten Platz, Real Sociedad rutscht weiter ab. Die Gastgeber verloren zuletzt gegen den Inter, die Gäste gegen den Chelsea. Beide Teams sind noch nicht dort, wo sie hingehören.