Im zweiten Spieltag der 2. Bundesliga traf der FC Nürnberg beim Greuther Fürth und gewann mit 4:2. Die Partie im Sportpark Ronhof Thomas Sommer endete mit dem Sieg der Gäste, die auf dem zweiten Platz der Tabelle stehen, während Fürth nach vier Spieltagen mit vier Punkten auf Rang zwölf notiert ist.
Interessant wird es in der ersten Halbzeit. Fünf Minuten nach Spielbeginn schießt Felix Klaus mit einem Elfmeter für die Gastgeber in Führung, dann glich Piet Scobel aus. Und dann kommt die VAR-Entscheidung: Klaus' Tor wird wegen Abseits annulliert. Vier Minuten später rettet sich der Stürmer selbst und trifft erneut, ehe Julian Justvan zum 2:2 vor der Pause zwei Tore in Folge erzielt.
In der zweiten Hälfte übernimmt Nürnberg die Kontrolle. Justvan vervollständigt seinen Hattrick in der 54. Minute, und Scobel setzt mit seinem zweiten Treffer in der 74. Minute den Deckel drauf. Nebenbei: Klaus verschiesst einen Elfmeter in der 63. Minute, was die Gastgeber noch frustrierter macht. Erstmals seit vier Spieltagen sieht man Fürth in einer Situation, in der die eigene Struktur nicht reicht.
Die Statistiken erzählen eine andere Geschichte: 2,75 Expected Goals für Fürth gegen 1,48 für Nürnberg, sechs Schüsse aufs Tor versus neun, und 44 Prozent Ballbesitz gegenüber 56. Viele Chancen, wenig Ergebnis — das ist der Unterschied zwischen Theorie und Praxis. Die Gastgeber kreierten mehr, die Gäste nutzten ihre Momente.
Der Sieg bringt Nürnberg auf zehn Punkte nach vier Runden, Fürth bleibt bei vier. Die Tabelle ist noch offen, aber der Abstand von sechs Punkten ist spürbar. Und dann denkt man an die 20. Minute jenes Spiels, als Klaus seinen Elfmeter verwandelte — heute zählt nur, wer die drei entscheidenden Momente nutzte.