In der dritten Runde der Bundesliga setzte sich Sturm Graz im eigenen Stadion mit 1:0 gegen Altach durch. Das einzige Tor fiel in der 78. Minute, nachdem der Schiedsrichter zwei Treffer von Seedy Jatta erst verworfen hatte. Die Gäste kamen zwar zu mehr Torchancen, doch die Effizienz fehlte ihnen. Interessant wird es, wenn man die Zahlen betrachtet.
Die erste Hälfte verlief ruhig, bis in der 36. Minute Lukas Jäger die erste gelbe Karte sah. Patrick Greil folgte vier Minuten später in der 40. Minute. Daneben gab es kaum nennenswerte Aktionen vor dem Tor. Sturm kontrollierte das Spiel mit 53 Prozent Ballbesitz, Altach blieb aber gefährlich durch schnelle Übergänge.
In der zweiten Halbzeit änderte sich wenig am Ergebnis. Sturm steckte in der 57. Minute gleich drei Spieler um: A. Kayombo, N. Weiper und S. Hrstic kamen auf den Platz. Die Gäste reagierte mit eigenen Wechseln, unter anderem brachte P. Greil in der 72. Minute frische Beine. Nebenbei fiel auf, dass Altach mehr Bälle in den Strafraum spielte, aber weniger traf.
Der Moment, der das Spiel entschied, kam in der 78. Minute. Seedy Jatta erzielte das Tor, nachdem zwei vorherige Treffer per VAR nicht gezählt worden waren. Die Szene ging in die Überprüfung, und beide Versuche wurden gestrichen. Erst der dritte Anlauf zählte. Sturm nutzte den Standard, Altach gab sich nicht auf, doch die Nerven zeigten sich in den letzten Minuten.
Die Statistik zeigt ein verzerrtes Bild. Sturm hatte nur zwei Schüsse aufs Tor, Altach vier, aber die Trefferquote war bei den Gästen besser. Drei große Torchancen schuf Sturm, Altach fünf. Trotzdem stand am Ende 1:0. Das Verhältnis ist zerrüttet, und die Gäste zogen den Kürzeren.
Sturm bleibt auf dem vierten Platz mit acht Punkten aus fünf Spielen. Altach rutschte weiter ab und liegt nun mit drei Punkten auf dem elften Rang. Die Gäste verloren die Nerven, als es darauf ankam. Ein Derby mit eigener Rechnung, in dem der Moment zählte, nicht die Menge der Chancen.