Am Freitagabend trafen Kapfenberg und WSPG Wels aufeinander, im Rahmen der Runde der 32 Spiele des österreichischen Pokals. Das Spiel endete mit einem klaren 0:1 für die Gäste aus Wels. Es war ein Abend, an dem die Schiedsrichter häufiger zur Karte griffen als die Angreifer zum Schuss.
Die Partie war lange Zeit ausgeglichen, bis in der 53. Minute T. Sahin den entscheidenden Treffer erzielte. Er fand die Lücke, und das war genug. Nebenbei fiel auf, wie die Heimmannschaft auf den Rückstand reagierte — mit mehr Druck, aber wenig Struktur.
Danach häuften sich die Verwarnungen. In der 66. Minute folgte die erste gelbe Karte, dann in der 69., 81. und 88. Minute. Zwei weitere Verwarnungen gingen in der Nachspielzeit ein, beide in der 90+1. Minute. Interessant wird es, wenn man bedenkt, dass diese Karten nicht aus Konflikten resultierten, sondern aus der Anspannung eines Spiels, das keine Großchancen bot.
Die Statistik zeigt: Kapfenberg hatte den Ball, aber nicht die Ruhe. Wels verteidigte kompakt und nutzte die eine Chance. Viele Bälle im Mittelfeld, wenig Gefahr vor dem Tor. Das ist bei solchen Spielen normal — die Tabelle zählt nicht, aber der Sieg zählt.
Kapfenberg verlor damit sein Pokalspiel, WSPG Wels zog weiter. Die Gäste kamen in den letzten Wochen nicht gut weg — 1:3 gegen Admira, 1:1 gegen Amštetten, 1:2 gegen Rapid Wien II. Doch ausgerechnet heute reichte ein Tor.
Für Kapfenberg bedeutet es das Aus. Sie gewannen zuletzt 2:1 gegen Linz, verloren aber auch 0:1 gegen Wacker Innsbruck. Der Unterschied liegt nicht in der Qualität, sondern in der Ausnutzung. Ein Moment, ein Treffer, und das Spiel ist vorbei.