Am Fritiela Stadion traf Vasland-Beveren am Samstagabend auf Oostende in der fünften Runde der Pro League Jupiler. Die Gastgeber entschieden das Spiel klar mit 3:0 für sich. Interessant wird es, wenn man betrachtet, wie der Sieg zustande kam.
Die erste Entscheidung fiel in der 69. Minute, als Chris Lokesa das Tor zum 1:0 erzielte. Bis dahin hatten beide Seiten ihre Chancen vertan, Oostende besaß mit 52 Prozent sogar mehr Ballbesitz. Nebenbei fiel auf, dass die Gäste trotz höherer Besitzstatistik weniger gefährlich wirkten.
Zwei Minuten später, in der 85. Minute, verdoppelte Jearl Margaritha die Führung. Der Mittelfeldspieler, der bereits in der 62. Minute eine gelbe Karte gesehen hatte, zeigte damit seine Bedeutung für das Spiel. Und dann kam die Bestätigung in der Nachspielzeit: Moïse Elohim Victoire Kaboré schoss in der 91. Minute das dritte Tor.
Die Disziplin war während des gesamten Spiels ein Thema. Vier Gelbe Karten fielen insgesamt: Bruno Godeau (31.), Margaritha (62.), Jamie Lawrence (68.) und Birger Verstraete (79.). Die Gastgeber zückten dabei zweimal Gelb, die Auswärtsmannschaft ebenfalls zweimal.
Die Statistik verdeutlicht die Klarheit des Ergebnisses. Vasland-Beveren hatte sieben Treffer aufs Tor, Oostende nur vier. Bei der Schussgenauigkeit lag die Heimmannschaft bei 54 Prozent, die Gäste bei 29. Viele Schüsse mit einem Tor — das bedeutete hier, dass die Chancen ausgegangen sind.
Für die Tabelle bedeutet der Sieg sechs Punkte für Vasland-Beveren auf dem zwölften Platz. Oostende liegt weiterhin auf dem letzten Rang mit null Punkten nach fünf Niederlagen. Die Gäste verloren bereits ihr fünftes Spiel in Folge.
Wir hatten einen Sieg der Auswärtsmannschaft mit 87 Prozent Sicherheit vorhergesagt. Der Matchverlauf hat diese Einschätzung widerlegt. Es waren vor allem die fehlende Effizienz und die zahlreichen verpassten Chancen, die das Spiel drehten.