Wien gewinnt in Köln mit 2:0
In der dritten Liga traf Fortuna Köln am Mittwochabend im Südstadion auf Wien. Das Spiel endete 0:2 für die Gäste. Die Gastgeber hatten die Ballbesitzverteilung klar für sich, doch das änderte nichts am Ergebnis.Die erste Chance ergab sich bereits nach dreizehn Minuten. Roberto Massimo nutzte einen Fehler in der Abwehr und schoss zum 1:0. Interessant wird es, wenn man bedenkt, wie schnell der Konter zustande kam. Köln stand hoch und ließ sich überraschen. Der Treffer saß, und das Spiel nahm eine andere Richtung.
Zwanzig Minuten später fiel der zweite Treffer. Moritz Flotho machte nach vierundvierzig Minuten den 2:0-Sieg perfekt. Und dann wurde es stiller im Spiel, weil Köln merkte, dass die Lücke größer war als gedacht. Die Gäste blieben kompakt, die Gastgeber suchten verzweifelt nach Wegen durch die Mitte. Es war kein offener Kampf mehr, sondern ein Versuch, den Schaden zu begrenzen.
Die rote Karte für Ayoub Chaikhoun in der sechzigsten Minute beendete jede Hoffnung auf eine Wende. Nebenbei sei gesagt: ein Spieler, der selbst eine gelbe Karte hatte, konnte sich diesen Fehler nicht leisten. Fortuna Köln spielte fortan mit zehn Mann und verlor weiter an Kontrolle. Die Gäste zogen sich zurück, ließen das Feld stehen und verwalteten ihren Vorsprung.
Die Zahlen erzählen eine andere Geschichte als der Spielverlauf. Köln kontrollierte 64 Prozent des Ballbesitzes und führte 138 Angriffe gegen 96 der Gäste. Doch von den elf Schüssen trafen nur zwei ins Tor, während Wien mit acht Schüssen vier Treffer landete. Die Hitze bremste das Tempo in der zweiten Halbzeit, als Köln merkte, dass die Räume enger wurden. Neun Ecken für Köln, nur eine für Wien — die Statistik zeigt, wo die Angriffe stattfanden.
Für die Tabelle bedeutet das wenig Veränderung. Köln bleibt auf dem fünfzehnten Platz mit sechs Punkten nach sechs Spielen. Wien liegt auf Platz achtzehn mit fünf Punkten. In solchen Spielen zählt die Tabelle nicht, solange man nicht weiß, wer morgen spielt. Aber der Sieg war wichtig genug, um die Negativserie zu beenden, die Wien seit dem 0:4 gegen Leverkusen hatte.