Am Dienstagabend, dem 15. September 2026, traf Mottisch auf Aberdeen in der dritten Runde der Premiership. Die Gäste gewannen deutlich mit 4:0. Interessant wird es dabei, dass der Sieg nicht aus dem Nichts kam, sondern aus einer Reihe von Momenten, die der Gegner richtig nutzte.
Die erste Entscheidung fiel nach 38 Minuten. Gavin Molloy schoss das 1:0, nachdem Mottisch im eigenen Halbfeld zu unruhig geworden war. Die Gastgeber hatten mit 69 Prozent Ballbesitz das Spiel im Griff, und dann kam der Fehler, der den Unterschied machte. Ein langer Ball, ein Missverständnis, und Aberdeen war vorne.
Knapp zur Halbzeit, Minute 46, folgte das 2:0 durch Connor Patrick Ronan. Mottisch hatte Lewis Mayo in der 45. Minute ausgewechselt, nebenbei eine Reaktion auf die Unruhe im Mittelfeld. Doch die Umstellung half wenig. Aberdeen spielte weiter nach vorne, und der Konter saß.
In der zweiten Halbzeit wurde es einseitig. Emmanuel Longelo bekam in der 53. Minute die gelbe Karte, Afeez Aremu Olalekan folgte in der 63. Minute. Mottisch tauschte durch: Tawanda Maswanhise und Jardell Kanga, Regan Charles-Cook, Joe Hodge, Findlay Marshall, Toyosi Olusanya, Alex Lowry — der Trainer suchte nach Lösungen. Und dann kamen zwei Tore in kurzer Zeit.
Ayoub Mouloua traf in der 76. Minute, Kevin Nisbet in der 87. Minute. Beide wurden noch gelbgerahnt. Mottisch hatte zehn Schüsse ins Tor, Aberdeen fünf. Die Gastgeber kreierten eine große Chance, der Gegner eine. Interessant wird es bei der Zahl der Schüsse: zehn auf dem Ziel, keine Treffer. Das ist kein Glück, das fehlt.
Aberdeen hatte 31 Prozent Ballbesitz, machte aber aus 4 Schüssen auf das Tor 4 Treffer. Der Mottisch-Torhüter blieb ohne Einsatz. Die Gäste gewannen 22 Luftsiege, die Gastgeber 12. Nebenbei fiel auf: Mottisch passte 695 Bälle, Aberdeen nur 310. Doch Qualität zählt mehr als Quantität.
In der Tabelle steht Mottisch nach sechs Spielen auf dem fünften Platz mit 8 Punkten, Aberdeen auf dem achten mit 7 Punkten. Wir hatten auf einen Heimsieg getippt, 53 Prozent Sicherheit. Der Matchverlauf hat gezeigt, wo die Einschätzung daneben lag: nicht in der Stärke der Gäste, sondern in der Zerbrechlichkeit der eigenen Struktur.