Rangers — Motherwell 1:0
In der sechsten Runde der Scottish Premiership trafen die Rangers auf Motherwell und gewannen mit einem Tor. Ryan Naderi entschied das Spiel in der 12. Minute, nachdem er zuvor schon als Ersatzspieler eingewechselt worden war. Die Gastgeber blieben dank ihrer Defensive bis zum Ende unangefochten.
Interessant wird es, wenn man den Verlauf betrachtet. Die Rangers begannen mit Tempo, Motherwell passte sich an und nahm das Spiel in die eigene Hälfte. In der 30. Minute scheiterte Min-su Kim mit einem Elfmeter, und das war der Moment, in dem die Gäste merkten, dass sie mehr Energie aufwenden mussten. Nebenbei fiel auf, dass beide Teams in der Luft gleichauf lagen: je 31 Duells gewonnnen.
Die Statistik zeigt ein Bild, das nicht sofort klar ist. Die Rangers hatten 41 Prozent Ballbesitz, Motherwell 59. Doch die Schüsse der Gäste waren ungenau: drei auf das Tor, drei daneben. Bei den Rangers landeten sechs von dreizehn Versuchen im Zielbereich. Man könnte sagen, dass die Gäste den Gegner auseinandergenommen hätten, wenn sie getroffen hätten. Stattdessen blieben die Chancen liegen.
Wir hatten eine Prognose abgegeben: Sieg der Rangers mit 58 Prozent Sicherheit. Und das Ergebnis bestätigt, dass wir den richtigen Weg gewählt hatten. Nicht weil die Statistik es vorsagte, sondern weil die Rangers in den entscheidenden Momenten kältere Nerven zeigten. Der verpasste Elfmeter von Kim hätte alles ändern können, doch die Gastgeber hielten den Faden.
In der zweiten Halbzeit änderte sich wenig am Charakter des Spiels. Motherwell suchte nach Lösungen, die Rangers warteten auf den Konter. Die Auswechslungen kamen regelmäßig, teilweise sogar doppelt in der 69. Minute. Regan Charles-Cook und Djeidi Gassama für die Rangers, Emmanuel Longelo und Min-su Kim für Motherwell. Jeder Trainer wollte frische Beine auf das Feld bringen.
Am Ende steht ein Punkt mehr für die Rangers in der Tabelle. Sie liegen nun auf Platz vier mit zehn Zählern, Motherwell bleibt auf Rang fünf mit acht Punkten. Drei Spiele ohne Niederlage in der Liga, das gibt Stabilität. Und wenn man auf die vergangenen Partien schaut, sieht man: die Mannschaft hat gefunden, worauf es ankommt.