Im Estadio Monumental Antonio Vespucio Liberty ging es am Freitagabend um zehn Spieltage der Clausura. Die Gastgeber aus Buenos Aires trafen auf Huracán. Das Ende stand fest, bevor die letzte Karte gewinkt wurde: 1:2 für die Gäste. «Und dann» heißt es oft, wenn der Favorit stolpert. Hier war es andersrum.
Die erste Chance entschied sich in der neunten Minute. Oscar Cortes nutzte einen Moment der Unachtsamkeit und legte den Ball ins Netz. 0:1. Die Zuschauer sahen, wie ihre Mannschaft den Ball hielt, aber nicht sicher. Nebenbei fiel auf, dass Huracán schon früh die Initiative ergriff.
Bis zur Halbzeit reichte die Defensive der Gäste. Dann änderte sich die Dynamik. In der sechsten Minute nach der Pause traf Tomás Galván zum Ausgleich. 1:1. Interessant wird es, wenn man bedenkt, wie lange es dauerte, bis der Druck Früchte trug.
Die Entscheidung fiel spät. Lucas Blondel traf in der achtzigsten Minute. 1:2. Die Gäste ließen nichts anbrennen. Es war wieder dieser eine Moment, der den Tag rettete.
Die Zahlen erzählen eine andere Geschichte als das Ergebnis. River kontrollierte 75 Prozent der Zeit und schoss 17 Mal. Der Erwartungswert für Tore lag bei 1,62. Huracán kam auf 0,23. Viele Torschüsse, wenig Treffer.
Wir hatten auf den Sieg der Gastgeber gesetzt. Die Wahrscheinlichkeit lag bei 37 Prozent. Das Spiel drehte sich gegen diese Annahme. Huracán nutzte die wenigen Momente, während River die Ballbesitzdominanz nicht in Tore verwandelte.
In der Tabelle verändert sich wenig. River bleibt auf dem zweiten Platz mit 29 Punkten. Huracán steigt auf den siebten Rang und hat nun 22 Zähler. Der Abstand von sieben Punkten bleibt bestehen. In solchen Spielen zählt die Tabelle nicht so sehr wie der Punktgewinn selbst.