Gruppe eins: Saudi-Arabien gewinnt knapp
Saudi-Arabien und Kuvait trafen am 23. September im Rahmen der ersten Gruppenphase des Golf-Nationen-Pokals aufeinander. Das Spiel endete 1:0 für die Gastgeber, ein Ergebnis, das die dominierende Spielkontrolle der saudi-arabischen Elf widerspiegelt. Das entscheidende Ereignis kam spät, als ein Eigentor den Sieg besiegelte.
Erst in der 46. Minute fiel die erste Karte, als M. Abu Al Shamat verwarnt wurde. Und dann änderte sich wenig am Bild, die Gastgeber kontrollierten das Tempo, die Kuvaitier hielten sich zurück. Interessant wird es in der 73. Minute: Y. Al Haqan köpfte ins eigene Netz, und damit war das Spiel entschieden. Die Abwehr von Kuvait hatte die Bälle nicht weggeräumt, die saudi-arabischen Flanken kamen immer wieder gefährlich herein.
Nebenbei fiel auf, wie die Kuvaitier reagierten. Sie stehen kompakter, rücken tiefer, lassen wenig Raum zwischen den Linien. Vierzig Clearances gegen zehn im ersten Durchgang — das zeigt, wer die Initiative hatte. Saudi-Arabien schürte den Gegner ein, aber die Chancen blieben aus. Null Big Chances Created für beide Teams, und doch fiel ein Tor. Das passiert, wenn man im richtigen Moment den Ball am falschen Fuß trifft.
Die Zahlen bestätigen das Bild. 113 Angriffe gegen 55, 14 Schüsse auf Ziel versus vier, 67 Prozent Ballbesitz. Wir hatten vorhergesagt: Sieg der Gastgeber, mit 66 Prozent Sicherheit. Es kam so, wie erwartet — nicht spektakulär, aber effizient genug. Die Kuvaitier konnten wenig entgegensetzen, ihre 19 Tackles zeigten nur, wie oft sie hinterherlaufen mussten.
Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass solche Spiele nicht über die Statistik entschieden werden, sondern über den Moment. Saudi-Arabien brauchte kein Wunder, nur die Geduld, den Gegner zu ermüden. Kuvait hatte nichts zu verlieren, und das sieht man an der Defensive. Drei- oder viermal hätte man den Ball anders wegspielen müssen, und dann wäre das Ergebnis ein anderes gewesen.