Nate Boyer: Sponsor sagt MVP-Tour wegen Kaepernick-Kontakt ab
Ein NFL-Partner zog neun Jahre nach Kaepernicks Anthem-Protest eine Sponsorenzusage für Boyers Veteranenstiftung MVP zurück, nachdem dessen frühere Begegnung mit Kaepernick bekannt wurde.
Nate Boyer, ehemaliger Long Snapper in der NFL und Green Beret der US-Armee, wollte im vergangenen August mit seiner Stiftung MVP (Merging Vets and Players) auf College-Football-Tour gehen. Ein bekannter Sponsor, langjähriger Partner der NFL, hatte fünfstellig zugesagt. Kurz vor der Reise nach Columbus zum Heimauftakt von Ohio State brach der Kontakt ab.
"Sie haben plötzlich aufgehört, auf E-Mails zu antworten", sagt Boyer. "Am Donnerstag, als ich schon auf dem Weg zum Flughafen war, habe ich unseren Ansprechpartner angerufen, ebenfalls ein Veteran, der mir widerwillig erzählt hat, was los war."
Die Rechtsabteilung des Unternehmens hatte demnach entdeckt, dass Boyer sich einst mit Colin Kaepernick getroffen hatte, als der frühere Quarterback der 49ers seine Proteste während der Nationalhymne begann. Auf Nachfrage bekam Boyer keine weitere Erklärung mehr, der Kontakt brach endgültig ab.
"Ich konnte einfach nicht glauben, dass sich all die Jahre später noch Leute über etwas aufregen, an dem ich nur einen so kleinen Anteil hatte und das nichts als Einheit und Verständnis zum Ziel hatte", sagt Boyer.
Der Vorfall liegt neun Jahre nach Kaepernicks erstem Protest. Boyer, der 2015 nach sechs Jahren beim Militär selbst kurz für die Seahawks spielte, hatte im August 2016 zunächst mit Unverständnis reagiert, als Kaepernick während eines Testspiels gegen die Green Bay Packers auf der Bank sitzen blieb.
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