Am Dienstagabend trafen die Braves auf die Reds in einem Spiel der MLB-Regulärperiode. Das Ergebnis fiel deutlich aus: 0:4 für die Gäste. Wir hatten einen Sieg der Gastgeber prognostiziert, mit einer Sicherheit von 77 Prozent. Der Matchverlauf sah das anders.
Die Reds kamen in einer seriösen Phase. Seit dem 16. September siegten sie viermal in fünf Spielen, darunter zweimal gegen die Dodgers. Die Braves hatten zwar zuletzt dreimal die Astros bezwungen, doch am 16. September kassierten sie eine 4:8-Niederlage gegen die Cubs. Interessant wird es, wenn man diese Diskrepanz betrachtet.
Ohne Inning-Details bleibt nur das Endergebnis als Richtschnur. Vier Runs ohne Antwort — das ist kein Zufall, sondern eine klare Dominanz. Und dann denkt man an die Prognose: 77 Prozent Sicherheit für die Braves. Der Wert war nicht falsch, aber er berücksichtigte nicht, dass die Reds gerade ihre beste Phase hatten.
Die Braves standen mit dem Rücken zur Wand, ohne es zu wissen. Drei Siege gegen Houston suggerierten Stabilität. Die Niederlage gegen Chicago zeigte, dass die Abwehr brüchig war. In der Begegnung mit den Reds reichte das nicht. Die Gäste gingen die Kräfte aus — nein, das ist falsch formuliert. Die Braves gingen die Kräfte aus, während die Reds frisch wirkten.
Was den Einsatz brach, war die Kombination aus eigener Unsicherheit und gegnerischer Präzision. Die Braves schlugen nicht zurück. Die Reds nutzten jede Chance. Nebenbei: ein 0:4 in der MLB bedeutet nicht immer Elend, aber in diesem Fall schon.