Im Viertelfinale der Copa Libertadores setzte sich Estudiantes de la Plata mit 1:0 gegen Corinthians durch. Das Spiel am 17. September 2026 im Estadio Jorge Luis Hersi endete mit einem Treffer in der 87. Minute. Die Gastgeber lagen lange unschuldig, doch ein einzelner Moment entschied über den Ausgang. Interessant wird es, wenn man betrachtet, wie oft Corinthians in den letzten Spielen selbst aus solchen Positionen nicht profitierte.
Alexis Castro erzielte das Siegtor für die Gäste. Bis dahin hatten beide Seiten kaum klare Gelegenheiten geschaffen. Corinthians kam auf 1,2 Expected Goals, Estudiantes auf 0,41. Die Zahlen zeigen: viele Pässe, wenig Gefahr. Nebenbei fiel auf, dass die Gastgeber in der eigenen Hälfte 231 Pässe machten, aber nur 79 in das Enddrittel des Gegners kamen.
Die ersten Gelben Karten kamen früh. In der vierten Minute wurde Breno Bidon verwarnt, kurz darauf folgte Tiago Tomas Palacios. In der 45. Minute sah Leandro Gonzalez Pirez die Karte. Drei Verwarnungen in der ersten Halbzeit deuteten auf ein Spiel mit vielen Zweikämpfen hin. Corinthians spielte den Gegner an die Wand, ohne dass daraus Torchancen wurden.
Um die 76. Minute herum brachte Estudiantes mehrere Akteure herein. Joaquín Correa, Baltasar Gallego Rodriguez und Joaquín Tobio Burgos kamen für die Gäste. Corinthians reagierte mit Allan, Gabriel Paulista und Breno Bidon. Die Trainer warteten auf den entscheidenden Moment, statt das Spiel aufzubrechen.
Wir hatten einen Sieg für die Gastgeber prognostiziert, mit 63 Prozent Sicherheit. Der Matchplan ging nicht auf. Was den Prognosefehler verursachte, liegt nicht in der Statistik verborgen. Es war der Moment, in dem Estudiantes die Lücke fand, die Corinthians nie schließen konnte.
Die Tabelle änderte sich nicht grundlegend. Corinthians bleibt auf Platz eins mit elf Punkten nach sechs Spielen. Estudiantes steht an zweiter Stelle mit neun Punkten. Der Unterschied von zwei Zählern bleibt bestehen. Die Begegnung beendete keine Serie, sie verlängerte nur die Ungewissheit.