Legia und Widzew Łódź trennten sich in der Ekstraklasa am Sonntag mit 1:1. Das Spiel endete unentschieden, nachdem die Gastgeber in der 19. Minute durch Rafał Augustyniak geführt hatten. Die Gäste glichen elf Minuten später aus, als Kamil Piątkowski ein Eigentor erzielte. Interessant wird es dann, wenn man fragt, wer mehr verdient hatte.
Augustyniak traf beim ersten Einsatz. Das Tor stand, die Luft ging raus. Dann kam in der 21. Minute das Eigentor von Piątkowski, und Legia fand sich plötzlich wieder im Spiel. Und dann war die Stimmung gewechselt, ohne dass sich am Ball viel verändert hatte. Zwei Tore in vierzehn Minuten, das ist ein Match, das man sich nicht aussuchen kann.
Die Statistik zeigt: Legia hatte drei große Chancen, Widzew nur eine. Aber drei Treffer auf dem Platz und nur eins am Ende — die Chancen gingen rum. Legia schoss dreimal ins Tor, Widzew zweimal. Off target lagen beide Seiten bei acht Bällen. Nebenbei fiel auf, dass Widzew mit 51 Prozent mehr Ballbesitz hatte, aber Legia ins Finale Drittel passte.
Die Auswechslungen kamen ab der 62. Minute, einige Paare gleichzeitig. Szczepaniak kam für Legia, Alvarez und Krajewski für Widzew. Später folgten Sevcik, Kuchta, Świderski, Kapustka, Biuk und Piątkowski. Vier Gelbe Karten gab es: Świderski in der 44., Fornalczyk in der 55., Vinagre und Klukowski beide in der 90.+4. Minute. Das Spiel geriet in Zugzwang, als die Zeit ablief.
Legia steht jetzt auf Platz zwei mit 16 Punkten nach acht Spielen. Widzew bleibt an elfter Stelle mit acht Punkten. Die Gastgeber haben den breiteren Kader, das sah man an den Wechseln. Aber der Punkt verteilt sich fair — beide Seiten lieferten sich Episoden, keine dominierte lange.
Wir hatten auf einen Sieg der Gastgeber gesetzt, 41 Prozent Sicherheit. Der Matchplan sah anders aus. Widzew hielt das Spiel offen, Legia verschlief die eigenen Chancen. Und dann war es nur noch ein Punkt für beide Seiten.