Orenburg und Krasnodar trennten sich am Mittwoch in der Premjer-Liga mit 0:0. Nach neun Spieltagen der Regular Season blieb es beim Unentschieden, das beiden Mannschaften unterschiedlich guttat. Krasnodar führte die Tabelle an mit zwanzig Punkten, Orenburg lag elft mit acht Zählern.
Interessant wird es, wenn man die ersten Minuten betrachtet. Die Karten fielen früh und zeugten von der körperlichen Auseinandersetzung. Aleksey Tataev erhielt in der siebzehnten Minute sein Gelb, Danila Khotulev folgte zwanzig Minuten später. Vitor Tormena musste in der einunddreißigsten Minute die Karte entgegennehmen. Es war ein Match, bei dem jeder Ball gewollt war, und nebenbei zeigte sich: Beide Teams passten auf, nichts zu riskieren.
Und dann kamen die Wechsel. In der zweiten Halbzeit holten beide Trainer ihre Reserven. Juan Manuel Boselli und Daniil Utkin wurden für Krasnodar gebracht, Jordhy Thompson und Mikhail Pykhcheev für Orenburg. Damian Puebla und Gedeon Guzina kamen später für die Gastgeber. Ilya Vakhania und Aleksandr Chernikov schlossen die Liste der Einwechslungen ab. Die Trainerarbeit wurde sichtbar – man versuchte, den Gegner zu brechen, doch es gelang nicht.
Die Statistiken erzählten eine andere Geschichte. Krasnodar kontrollierte den Ball mit sechzig Prozent Besitz, doch die Effizienz fehlte. Sechs Schüsse trafen das Tor der Gastgeber, sieben daneben. Krasnodar kam auf einen Schuss aufs Tor bei acht daneben. Die erwarteten Tore lagen bei 1,2 für Orenburg und 1,41 für Krasnodar. Viele Schüsse ohne Tor – die Chancen gingen verloren. Der Torwart der Gastgeber parierte glänzend, der von Krasnodar musste sechsmal eingreifen.
Nebenbei bemerkte man die Defensive. Orenburg leistete dreißig Clearances, Krasnodar neunundvierzig. Die Gäste versuchten es über Flanken, doch nur vierzehn von sechzehn Versuchen scheiterten. Orenburg kreuzte dreißigmal, Krasnodar nur vierzehn. Es war ein Match, bei dem der Gegner nicht brach – und das war der entscheidende Unterschied.
Wir hatten auf einen Sieg der Gäste gesetzt, mit fünfundfünfzig Prozent Sicherheit. Der Matchplan ging nicht auf. Krasnodar kontrollierte, schuf wenig Großchancen, und Orenburg verteidigte kompakt. Das Unentschieden ändert an der Tabellenführung nichts, doch es zeigt: Auch die Spitze kann gestoppt werden.