Am Sonntagabend traf Zira im Rahmen der fünften Runde der Premier League Aserbaidschan auf Karabakh. Das Spiel endete 1:1 nach zwei Toren in der zweiten Halbzeit. Beide Teams blieben bei je zehn Punkten, wobei Zira mit fünf Spielen bereits ein Spiel mehr absolviert hatte als Karabakh.
Der Ausgleich kam spät. I. Djibrilla brachte Zira in der 55. Minute in Führung. Karabakh reagierte nicht mit Druck, sondern mit Geduld. In der 65. Minute glich O. Kashchuk aus. Interessant wird es, wenn man betrachtet, wie beide Mannschaften auf das Ergebnis reagierten. Niemand brach zusammen, niemand zog sich zurück.
Die Zahlen zeichnen ein Bild von Dominanz ohne Durchsetzung. Karabakh kontrollierte mit 60 Prozent Ballbesitz und 138 Angriffen deutlich mehr als Zira mit 40 Prozent und 91 Angriffen. Doch die Schüsse waren nahezu gleichverteilt: drei Treffer aufs Tor auf jeder Seite, während die Treffer aufs Tor bei Karabakh 14 Mal daneben gingen. Nebenbei fiel auf, dass beide Teams je zwei gelbe Karten sahen.
Die Tabelle veränderte sich nur marginal. Zira bleibt auf dem vierten Platz, Karabakh auf dem dritten. Der Abstand zwischen den Plätzen beträgt keine Punkte, aber ein Spiel. Für Zira war das Ergebnis nach der 0:5-Niederlage gegen Sabah in der vorangegangenen Runde eine gewisse Beruhigung. Die Verhandlungen sind festgefahren, wenn man betrachtet, wie eng die Punktestände bei beiden Teams liegen.
Wir hatten auf einen Sieg Karabachs gesetzt, mit einer Sicherheit von 44 Prozent. Der Matchverlauf hat uns eines gelehrt: Kontrolle allein reicht nicht. Karabakh hatte die Überzahl, aber Zira stellte den Bus, als die Minute zählte. Das Remis war verdient, aber nicht vorhersehbar.