Unverhoffter Sieg in der EuroLeague
Anadolu Efes Istanbul hat Real Madrid mit 94:84 besiegt. Die Heimmannschaft aus der 19. Position der Tabelle bezwang den Tabellenführer aus dem dritten Platz. Neunzehn Siege und sechs Niederlagen trennen die Teams in der Bilanz, doch am Sonntag zählte nur der Korb.
Interessant wird es, wenn man die Zahlen betrachtet. Efes warf 32 von 69 Feldwürfen, Real Madrid traf 28 von 58. Der Unterschied liegt nicht in der Anzahl der Versuche, sondern in der Qualität. Die Heimmannschaft fand den Rhythmus, während Real Madrid in der Defensive zu leichtgläubig war.
Und dann der entscheidende Faktor: Elf Balleroberungen gegen vier. Efes spielte aggressiv,Real Madrid vergab Gelegenheiten. Zehn Ballverluste gegenüber zwanzig zeugen von einer anderen Art von Disziplin. Die Gäste spielten mit zu viel Unsicherheit im Umgang mit dem Ball.
Nebenbei fiel die Freiwurfquote auf. Beide Mannschaften lagen bei 22 Versuchen, Efes traf 20, Real Madrid 19. Im Basketball entscheiden solche Details, besonders wenn die Partie eng bleibt. Diesmal war sie es nicht.
Wir hatten Real Madrid mit 68 Prozent Wahrscheinlichkeit vorausgesagt. Der Prognose war kein Erfolg beschieden. Was den Lauf der Dinge änderte, war die defensive Intensität Efes' in den entscheidenden Phasen. Die Quote hat sich kaum bewegt, als die Gäste dachten, sie könnten die Partie kontrollieren.
Die Tabelle bleibt unverändert. Real Madrid hält den dritten Platz mit 24 Siegen und 14 Niederlagen. Efes bleibt auf dem 19. Rang. Ein Derby mit eigener Rechnung: Nicht die Positionen in der Tabelle bestimmen das Ergebnis, sondern die neunzig Minuten auf dem Parkett.