Entscheidung am Ende
Am 28. August 2026 trafen Bosnien und Herzegowina auf Italien im Rahmen der Qualifikation zum Weltmeisterschaftsturnier. «Und dann», wie es in solchen Spielen oft kommt, entschied sich alles in den letzten Minuten. Die Heimmannschaft ging mit 78:76 davon. Das Ergebnis ist knapp, und das spiegelt sich in der Statistik wider.
Bosnien und Herzegowina dominierten die Offensive Rebounds mit 17 zu 9. Das bedeutet, dass sie nach eigenen Fehlwürfen die Bälle zurückgewinnen konnten. Italien hingegen war präziser von jenseits der Dreipunktelinie: 10 erfolgreiche Dreier gegen 4. «Interessant wird es», wenn man bedenkt, dass beide Teams insgesamt 28 Dreierversuche hatten.
Die Heimmannschaft warf 29 Feldwürfe von 71 Versuchen, das waren 41 Prozent. Italien traf 23 von 62, entsprechend 37 Prozent. Bei Freiwürfen lag der Unterschied ebenfalls: 16 von 21 für Bosnien, 20 von 24 für Italien. Nebenbei zeigt das, dass Italien von der Strafraumlinie zuverlässiger war.
Die Abwehrleistungen unterschieden sich minimal. Drei Blocks für Bosnien, vier für Italien. Sechs Steals auf beiden Seiten. Die persönlichen Fouls lagen bei 21 für die Heimmannschaft und 23 für die Gäste. Die Ballverluste: elf für Bosnien, zehn für Italien. Wenig Unterschied, aber entscheidend.
Die Rebounds verteilten sich deutlich ungleich. 42 für die Heimmannschaft, 31 für die Gäste. Defensive Rebounds: 25 zu 22. Das heisst, Bosnien sicherte die eigenen Würfe besser ab, aber Italien liess mehr Chancen auf der Offensive Seite zu. «Nebenbei» fiel auf, dass die Assist-Zahlen bei 12 für Bosnien und 15 für Italien lagen.
In den letzten Spielen zeigte sich ein Muster. Bosnien verlor gegen Serbien mit 72:74 und gegen die Türkei mit 71:93. Italien hingegen besiegte Estland mit 83:61 und gewann in Litua mit 82:81. «Und dann» kam es darauf an, wer den Druck besser hielt. Die Heimmannschaft hatte mehr Erfahrung in solchen Momenten.
Das Ergebnis ändert nichts an der Gruppensituation, aber es zeigt, dass Bosnien und Herzegowina gegen Top-Niveau konkurrenzfähig ist. Zehn Punkte Vorsprung am Ende, das ist mehr als Glück. Es ist die Summe aus Offensive Rebounds und der Fähigkeit, in der Schlussphase ruhig zu bleiben. «Interessant wird es», wenn man sieht, wie sich diese Teams in Zukunft messen.