Am Freitagabend bestritten die Diables Rouges gegen die Freseros de Irapuato in der mexikanischen LNBP ein knappestes Spiel, das mit 82:86 zugunsten der Gäste endete. Die Gastgeber hatten sich am Vortag noch mit 99:73 durchgesetzt, doch nun änderte sich das Ergebnis. Die Gäste gewannen sozusagen im direkten Wiederholungsduell.
Die Statistik zeichnete ein Bild ausgeglichener Effizienz. Beide Teams verbuchten je 33 Rebounds und 10 Assists, die Fouls verteilten sich gleichmässig mit 25 pro Seite. Interessant wird es bei den Wurfbilanzen. Die Diables Rouges trafen 25 von 62 Feldwürfen, was einem Anteil von rund 40,3 Prozent entspricht. Die Freseros de Irapuato waren mit 31 von 67 Versuchen präziser – 46,3 Prozent.
Der Dreipunktewurf spielte eine untergeordnete Rolle. Jeder der beiden Teams traf neunmal von jenseits der Linie, doch die Diables Rouges benötigten dafür 36 Versuche, die Gäste nur 28. Nebenbei fiel die Freiwurfbilanz. Die Gastgeber warteten nur selten auf den Wurf: 23 von 25 Versuchen sahen den Weg ins Netz. Die Freseros de Irapuato blieben mit 15 von 25 Versuchen deutlich ungenauer.
Der Ballverlust war ein Faktor, der beide Seiten kostete. Die Diables Rouges gaben den Ball 25-mal ab, die Gäste 23-mal. Und doch entschied der Moment. Die Gäste sammelten 14 Steals gegenüber 11 der Gastgeber und nutzten die Defensivpräsenz mit vier Blocks gegen drei der Hausherren. Das Verhältnis der Chancen zum Ergebnis war ungleich.
Der Sieg der Freseros de Irapuato beendet die Erfolgsserie der Diables Rouges, die am Vortag noch zweistellig gewonnen hatten. Die Gäste hatten zuvor gegen die Dora-dos und die Mineros durchwachsene Ergebnisse erzielt. Für die Hausherren bedeutet die Niederlage eine Korrektur nach dem Vortagserfolg. Der Punktedifferenz von vier Zählern nachzuschauen würde den Kern des Spiels nicht treffen. Es waren die Effizienz und die defensive Intensität, die den Unterschied machten.