Am 14. Oktober 2026 trafen die Frauen von ESB Vileneuve auf Brandis nad Labem im EuroCup. Die Heimmannschaft gewann deutlich mit 92:51.
Und dann wird es interessant: Vileneuve kontrollierte das Spiel von der ersten Minute an. Die Quote für Dreipunktewürfe war bei den Gästen doppelt so hoch wie bei den eigenen Versuchen. 17 Versuche gegen 20 — und doch landeten beide Teams nur fünf Treffer. Interessant wird es, wenn man die Feldwurfbilanz betrachtet: 34 von 75 versus 20 von 66. Die Heimmannschaft schaffte mehr als die Hälfte ihrer Versuche.
Nebenbei fiel die Anzahl der Ballverluste auf. Brandis gab 17 Bälle ab, Vileneuve nur neun. Das erklärt, warum die Heimmannschaft so viele Angriffe durchspielen konnte. 25 Assists standen 15 gegenüber. Die Gäste spielten oft unter Druck, kamen zu spät heraus und verloren den Ball.
Wir hatten vorhergesagt, dass die Gastgeber gewinnen würden. Die Wahrscheinlichkeit lag bei 72 Prozent. Und der Grund war einfach: Vileneuve spielte in der eigenen Halle und kannte den Platz. Brandis musste sich erst einfinden in der fremden Atmosphäre.
Die Statistiken zeigen das klar. 51 Rebounds gegen 29 — ein Unterschied von 22 Bällen. 19 offensive Rebounds bei den Heimmannschaften, nur sieben bei den Gästen. Das bedeutet: Vileneuve holte sich eigene Chancen zurück. Brandis verpasste die Angriffsmöglichkeiten.
Die Strafwürfe bestätigten den Unterschied. 19 von 29 Versuchen landeten im Korb, bei den Gästen nur 6 von 11. Die persönliche Foulzahl war bei 14 versus 21. Brandis geriet öfter in Not.
Das Ergebnis bedeutet: Vileneuve bleibt auf Platz eins der Tabelle. Sechs Spiele, fünf Siege, eine Niederlage. Die Gäste bleiben weiter weit zurück. Die Heimmannschaft beendete keine Negativserie — sie hatte keine. Aber sie zeigte, dass sie den Deckel draufmachen kann, wenn sie ihre Stärke ausspielt.