Bei der Begegnung der Lega A setzte sich Treviso am Samstagabend in Trentino mit 93:90 durch. Die Gäste aus Venetien entschieden das Duell knapp für sich, während die Gastgeber im eigenen Saal den Kürzeren zogen. Es war ein Spiel, das über die letzten Minuten entschieden wurde, auch wenn die Statistik nicht sofort auf eine knappe Entscheidung hindeutete.
In der Tabelle bleibt die Reihenfolge unverändert: Trentino liegt weiterhin auf dem achten Platz mit zwölf Siegen aus 28 Spielen, Treviso fällt nicht weiter zurück und bleibt auf Rang zwölf. Der Abstand von vier Punkten zwischen den beiden Mannschaften hat sich durch dieses Ergebnis nicht verändert. Was sich ändert, ist die Dynamik — Treviso zeigt, dass es auch gegen die Top-8 konkurrenzfähig bleibt.
Die Zahlen erzählen eine andere Geschichte als das Endergebnis. Trentino warf 14 Dreier, Treviso lediglich sechs. Doch während die Gäste bei den Freiwürfen mit 25 von 37 versuchten, blieben es bei den Hosts nur 8 von 11. Die Ballverluste sprachen ebenfalls für Treviso: 17 gegen 10, dazu 12 Diebstähle im Vergleich zu 5. Die Gastgeber verloren den Ball zu oft, und das kostete sie Punkte.
Die Formkurve der letzten Spiele gab den Gastgebern Grund zur Zuversicht. Trentino hatte zuletzt Neptun mit 76:73 und Reggiana mit 83:78 besiegt. Treviso war ebenfalls erfolgreich, doch die Siege kamen teils unter anderem Vorzeichen — etwa gegen Roma mit 109:94, wo das Offensivspiel dominierte. Beiden Mannschaften ging es in den vergangenen Wochen darum, Rhythmus zu finden.
Unser Prognosen-Team hatte auf die Gastgeber gesetzt, mit einer Einschätzung von 60 Prozent. Die Rechnung ging nicht auf. Der entscheidende Faktor war nicht der Dreierwurf, sondern die Effizienz bei den Freiwürfen und die Kontrolle über den Ball. Trentino warf sich in jeden Ball, doch die hohe Anzahl an Ballverlusten machte jede gute Phase zunichte.