Mark Walter: Sammelklage von Versicherungskunden
Kunden werfen dem früheren Lakers-Miteigentümer Betrug und Vertragsbruch vor: Er soll Versicherungsgelder in eigene Firmen zum Kauf von Sportanlagen umgeleitet haben.
Kunden von Versicherungsgesellschaften des früheren „Lakers"-Miteigentümers Mark Walter haben eine Sammelklage gegen den Geschäftsmann eingereicht.
Die Kläger werfen Walter unter anderem Betrug, Verschweigen von Informationen, Vertragsbruch und Verschwörung vor.
Im Kern der Vorwürfe steht die Investitionsstrategie des Financiers, der Gelder seiner Versicherungsgesellschaften in eigene Verwaltungsgesellschaften umleitete. Diese kauften Sportanlagen auf. Die Richtung der Investitionen und deren interne Verbindung zu Walters eigenen Strukturen wurden weder den Aufsichtsbehörden noch den Kunden selbst offengelegt.
Die Versicherer, die finanzielle Stabilität und Sicherheit garantierten, hingen dabei massgeblich vom Kapital und den Geschäftsaktiva Walters selbst ab.
Die Sammelklage stützt sich zudem darauf, dass Walters Unternehmen den Kunden auch behördliche Ermittlungen und das Interesse der Aufsichtsbehörden verschwiegen hätten. Die Ermittlungen laufen seit mehr als einem Jahr, traten aber erst diesen Sommer offen an die Öffentlichkeit. Im vergangenen Jahr warben die Versicherer weiterhin neue Kunden an, die Frist für einen kostenfreien Rücktritt von den Verträgen ist inzwischen abgelaufen.
Walter hat seine Anteile an den „Lakers" und an Chelsea im Zuge der laufenden Ermittlungen bereits verkauft.
Sollte die Klage Erfolg haben, dürfte sie die finanzielle Lage Walters weiter belasten, dessen Rückzug aus dem Basketball- und Fussballgeschäft damit auch im Nachhinein in einem anderen Licht stehen würde.
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