Am Sonntagabend besiegte Modena Empoli auf dem Platz des Alberto Braglia mit 2:1. In der Serie B, Regular Season, Runde 5, ging es um Punkte, aber auch um Stabilität. Gastgeber landeten nach fünf Spielen auf Platz vier mit zehn Zählern, während die Gäste mit sechs Punkten auf Platz zwölf verblieben. Und dann, wie in solchen Spielen, zählt die Tabelle nicht — sie zeigt nur, wer gerade atmet.
Die erste klare Szene kam zur 27. Minute, als Gerard Yepes die Führung verschaffte. Er spielte sich frei, und der Ball fand seinen Weg ins Netz. Acht Minuten später wurde Steven Shpendi ausgewechselt, ein Zeichen dafür, dass Empoli bereits früh nachsteuerte. Nebenbei: Luca Magnino hatte zur 20. Minute eine gelbe Karte erhalten, ohne dass der Vorfall im Spielverlauf sichtbar wurde.
Zur Halbzeit stand es 1:0, aber das Spiel war nicht entschieden. Zur 61. Minute glich Andrea Belotti aus — ein Flankenball, ein Kopfball, ein Tor. Empoli atmete auf. Doch Modena ließ nicht locker. Zur 70. Minute schoss Giuseppe Ambrosino das entscheidende Tor. Er lief einen Schritt zu spät, kam zu spät heraus, und der Ball ging vorbei. Und dann war es vorbei.
Die Statistik zeigt eine klare Dominanz der Gastgeber. 60 Prozent Ballbesitz, 99 Angriffe gegenüber 69 der Gäste. Aber viele Schüsse mit einem Tor — die Chancen gingen verloren. Modena hatte 16 Ballverluste, Empoli 11. Und doch: ein Fehler entscheidet, und Modena hatte Glück.
Die Auswechslungen zeigten die Nervosität beider Teams. Zur 83. Minute wurden drei Spieler für Modena gleichzeitig gewechselt — Edoardo Biondini, Paulo Azzi und Giuseppe Caso. Empoli folgte mit Yepes und Magnino zur 89. Minute. Und dann, wenn man genau hinsieht, war es nicht die Technik, die das Spiel entschied. Es war die Bereitschaft, den Moment zu ergreifen.