Das Nationalstadion in Ta' Qali ist keine Arena, die sich Malta mit einem Verein teilen müsste – es steht für die Nationalmannschaft allein da, mit knapp 17.000 Plätzen, mehr braucht ein Land dieser Größe nicht. Für ein internationales Turnier im eigenen Land reicht der Platz ohnehin nie: Weder für die Weltmeisterschaft noch für eine Europameisterschaft hat sich Malta je qualifiziert.
Die Mannschaft trat am 24. Februar 1957 zum ersten Mal an, verlor gegen Österreich mit 2:3, und aus diesem roten Trikot von damals stammt der gebräuchlichste Beiname, Die Ritter – eine Anspielung auf die Johanniter, die einst über die Insel herrschten. Zwei Jahre später trat der maltesische Verband der FIFA bei, 1960 der UEFA.
Der bisher größte Erfolg fällt in eine Zeit, in der Malta international kaum auffiel: In der Saison 2018/19 gewann die Mannschaft die Gruppe 3 der untersten Liga der UEFA Nations League vor Kosovo, Aserbaidschan und Gibraltar und stieg auf. Für ein Team, das sonst vor allem gegen ebenso kleine Staaten wie Gibraltar, Zypern und San Marino um Ergebnisse ringt, war das ein seltener Moment, in dem eine Tabelle am Saisonende auch wirklich etwas bedeutete. Daneben stehen ein paar Einladungsturniere zu Buche, zuletzt mehrfach in Zypern.
Von einer großen Bühne des europäischen oder gar weltweiten Fußballs ist Malta damit weit entfernt geblieben – die erste Teilnahme an einer Endrunde fehlt bis heute.