Seoul und Persib Bandung trafen sich am Dienstagabend im AFC Cup zur ersten Gruppenspieltag. Das Spiel endete 0:1 für die Gäste aus Indonesien. Der einzige Treffer fiel in der fünften Minute, als Julio Cesar für Persib Bandung den Ball im Netz der Gastgeber unterbrachte. Interessant wird es, wenn man betrachtet, wie wenig Persib mit dem Ball machen musste, um den Sieg zu feiern.
Die entscheidende Minute war die Fünfte, nicht weil sie früh kam, sondern weil sie alles veränderte. Julio Cesar erzielte das Tor, und Seoul brauchte sechzig Minuten, um zu begreifen, was geschehen war. Nebenbei fiel auf, dass A. Alis in der fünfunddreißigsten Minute die erste gelbe Karte sah – ein Zeichen dafür, dass Persib den Druck spürte.
Seoul dominierte den Ball mit sechzig Prozent Besitz, doch die Zahlen täuschen. Die Gastgeber schossen sechs Tore ins Tor, Persib nur zwei. Und dann kam die Erkenntnis: Ein Großchance für Seoul, keine für Bandung. Der Sieg basierte nicht auf Überlegenheit, sondern auf Effizienz.
In der Halbzeitzeitung sah man bereits die Umstellungen. Seoul brachte M. Kim, Shin Ji-seop und Ko Pil-gwan für die Offensive. Persib antwortete mit Julio Cesar, der ausgewechselt wurde, sowie Lee Sang-Min. Die Trainer probierten aus, was funktionieren könnte.
Die Statistik zeigt eine klare Trennung. Seoul spielte 129 Angriffe, Persib 99. Doch die Qualität der Momente entschied. Vier Gelbe Karten insgesamt – zwei für jede Mannschaft – zeigten die Spannung, die nicht im Spielverlauf, sondern in den Abschlüssen lag.
Die Tabelle nach dem ersten Spiel: Persib führt mit drei Punkten, Seoul liegt viert mit null. Interessant wird es, wenn man die letzten Ergebnisse vergleicht. Seoul gewann zuletzt gegen Changbuck Motors und Incheon United, Persib verlor gegen Persija Jakarta. Doch heute zählte nur dieses eine Spiel.