Am Sonntagabend im Estadio Armando Maestre Pajo trafen Allianz Petrolière und Junior aufeinander. Das Spiel endete 1:0 für die Gastgeber. Es war die zehnte Runde der Clausura im Ersten Divizion A.
Die Partie fing ruhig an. Vier Minuten waren gespielt, da erzielte Ever Meza das einzige Tor. Er war selbstverständlich auch derjenige, der nach achtzehn Minuten ausgewechselt wurde. Nebenbei: nicht weil er sich verletzt hatte, sondern weil er sein Spiel bereits beendet sah.
Die Gäste hatten den Ball, das war klar. Fünfzig, sechzig Minuten – sie schossen, sie passten, sie suchten. Vierzig Minuten lang, bevor die Gastgeber das Spiel kontrollierten. Interessant wird es, wenn man sieht, wie lange ein Team braucht, um von der Aggression zur Ruhe zu finden. Junior brauchte die ganze erste Hälfte. Allianz Petrolière brauchte keine.
Die Rote Karte für J. Lasso in der siebten Minute fiel wie ein Stein ins Wasser. Plötzlich war die Struktur weg. Die Gäste spielten in Überzahl, aber sie fanden den Weg nicht. Danach kamen noch vier Karten – zwei für jede Seite. Das Spiel wurde kleiner, nicht größer.
Die Zahlen sprechen eine Sprache, die jeder versteht. Allianz Petrolière hielt den Ball in 28 Prozent der Zeit, Junior in 72. Die Gastgeber schossen viermal aufs Tor, die Gäste fünfmal. Beide Teams vergaben mehr, als sie verwandelten. Erwartete Tore: 0,7 für die Gastgeber, 1,29 für die Gäste. Ein Tor bei so viel Ballbesitz der anderen Seite – das ist kein Zufall.
Für Allianz Petrolière war es der erste Sieg nach fünf Spielen ohne Erfolg. Die letzten Ergebnisse: 0:1, 0:3, 1:5, 0:1, 0:0. Das ist eine Serie, die nicht lange anhält, wenn man so spielt. Für Junior bedeutet es, dass Platz zwei nicht so sicher ist, wie es aussieht. 35 Punkte nach 19 Spielen – das ist gut, aber nicht unantastbar.