Vejen 95 hat am Freitagabend in Herlev gewonnen. Das Spiel endete 106:95 für die Gäste in der Basketligaen. Vor 15 Jahren bin ich zum ersten Mal auf ein Feld gegangen, seitdem beobachte ich, wie Teams reagieren, wenn sie nicht nach Plan spielen. Und dann kommt es darauf an, wer die Verliererrolle nicht akzeptiert.
Die Zahlen zeigen ein klares Bild. Vejen warf 39 von 63 Feldwürfen, Herlev traf nur 32 von 68. Bei den Freiwürfen war es ähnlich: 23 von 32 gegen 19 von 24. Interessant wird es, wenn man sieht, dass die Gäste mit weniger Dreierwürfen entschieden haben — fünf statt zwölf. Der Unterschied lag im zweiten Ball und in der Umsetzung.
Herlev hatte in den letzten Spielen nicht gut ausgesehen. Am 23. September gab es 70:102 gegen Gladaxe, davor 82:75 gegen die Academy Bears. Nebenbei fiel auf, dass Vejen selbst keine glänzende Form zeigte — am 24. September unterlag man 60:92 zu Hause. Beide Teams kamen nicht in ihren Rhythmus, doch einer fand ihn früher.
Die defensive Stärke von Vejen war entscheidend. 35 Rebounds gegenüber 25, 27 defensive Rebounds allein. Herlev verlor den Ball 12 Mal, Vejen 15 — aber die Gäste hatten mehr Kontrolle über das Spieltempo. Die Hitze bremste das Tempo bei den Gastgebern, während die Besucher ruhiger blieben.
Wir hatten auf die Gastgeber gesetzt, 54 Prozent Sicherheit war dabei veranschlagt. Der Spiellauf hat das widerlegt. Und dann sieht man, wo die Schwäche saß — nicht in der Offensive, sondern im Abwehrverhalten in den entscheidenden Phasen. Vejen steht auf dem 11. Platz mit drei Siegen aus 22 Spielen, Herlev muss sich fragen, warum die letzten Spiele nicht besser liefen als die ersten.