Borac Zemun und Sloga trafen am Samstagabend in der Ersten Liga aufeinander. Das Spiel endete 87:99 zugunsten der Gäste. Interessant wird es, wie man die Entwicklung betrachtet: Sloga zeigte in der zweiten Halbzeit die nötige Kontrolle, um den Vorsprung zu halten.
In der Tabelle bedeutet das für Sloga den vierten Platz nach dreißig Spielen mit zwanzig Siegen und zehn Niederlagen. Borac bleibt auf dem siebten Rang, vierzehnmal gewonnen, sechzehnmal verloren. Der Abstand zwischen den Mannschaften bleibt erhalten, aber die Qualität der Begegnung war nicht weit entfernt.
Und dann kam der Moment, in dem Sloga das Spiel drehte. Nach dem ersten Viertel stand noch ein enges Gefecht bevor, doch die Gäste änderten zur Pause das System. Nebenbei fiel auf, dass der Eigengewächs von Borac beim ersten Einsatz traf, aber das reichte nicht. Die Gäste haben den breiteren Kader und nutzten das in der Schlussphase.
Erinnert man sich an den früheren Aufeinandertreffen am 25. April, da gewann Sloga bereits 96:89. Diese Wiederholung zeigt, dass die Gäste auf Borac spezialisiert sind. Der Platz war schwer, die Defensivarbeit von Zemun blieb hinter den Erwartungen zurück.
Wir hatten einen Sieg der Hausherren vorhergesagt, mit fünfundfünfzig Prozent Sicherheit. Der Prognoseverlauf ist hier dokumentiert, aber das Spiel ging einen anderen Weg. Was den Vorhersagerahmen sprengte, war die Bereitschaft der Gäste, in der dritten Viertelstunde den Rhythmus vorzugeben.
Am Ende steht Sloga mit einem Punkt mehr als die Konkurrenz vor sich. Borac muss sich fragen, warum die Verteidigung in der Schlussphase so offen stand wie ein Scheunentor. Die Tabelle ändert sich nicht dramatisch, aber die Moral in der Kabine wird anders sein als zuvor.