Am Freitagabend trafen Debrezen und MTK Budapest in der 6. Runde der NB I aufeinander. Das Spiel endete 2:2, und dann zeigte sich, dass beide Seiten ihre eigenen Anforderungen an den Abend hatten. Die Gastgeber gingen mit einem Vorsprung in die zweite Halbzeit, ehe der Gast aus Budapest den Ausgleich fand.
Die erste Szene, die den Ton angab, kam in der 19. Minute. Gábor Jurek verwandelte einen Elfmeter für MTK, interessant wird es, als die Gastgeber nicht zusammenzuckten. In der 30. Minute antwortete Csanád Vilmos Dénes mit einem Treffer, und nach weiteren elf Minuten fügte Jurek seinen zweiten Treffer hinzu. Bis zur Pause war die Rechnung auf 2:1 für Debrezen erledigt.
In der 47. Minute glich Balázs Dzsudzsák aus, und damit war der erste Abschnitt eigentlich abgeschlossen. Nebenbei fielen in der Folgezeit keine weiteren Tore mehr, aber die Kartenhäufung veränderte den Charakter des Spiels. Fünf Gelbe Karten in der ersten Halbzeit allein zeugten von einer Partie, die sich nicht um Raum, sondern um Positionen drehte.
Die Statistik spricht eine klare Sprache. Debrezen kontrollierte 62 Prozent des Balles und schoss 17 Mal aufs Tor, davon acht auf Ziel. MTK besaß 38 Prozent und landete sieben von zehn Schüssen im Netz. Und dann wird es deutlich: viele Schüsse mit einem Tor bedeuten, dass Chancen verweht wurden. Die Gastgeber leisteten sich zu viele Fouls und spielten im Dauerregen der Karten, während die Gäste hinten offen wie ein Scheunentor standen, aber ihre wenigen Momente nutzten.
Debrezen bleibt an elfter Stelle mit sechs Punkten nach sechs Spielen. Ein Sieg wäre gewesen, was die Tabelle verändert hätte, doch das Unentschieden ändert nichts an der Position. MTK hält mit neun Punkten den vierten Platz. Stellten auf Dreierkette um, wie es die Analyse sagen würde, doch die Realität war einfacher: zwei Punkte, die nicht gereicht haben, und zwei, die nicht verloren wurden.