Ferro-Carril Oeste und Atlético Mitre trennten sich in der 28. Runde der Primera Nacional unentschieden. Dreiundzwanzig Minuten nach Mitternacht endete das Spiel 0:0, und damit ging ein Abend zu Ende, an dem die Gastgeber zwar den Ball besassen, aber nichts damit anfangen konnten. Interessant wird es, wenn man betrachtet, wie so ein Spiel ausgeht, obwohl fast alles für den Heimvorteil spricht.
Die ersten Gelben Karten kamen früh. In der 23. Minute erhielt G. Olguin die erste Verwarnung, zwei Minuten später folgte A. Gonzalez. Bis zur Halbzeit kam noch Y. Cabral dazu, und F. Ferrari erhielt in der 56. Minute seine Karte. Nebenbei fiel auf, dass fünf Gelbe in einem Spiel ohne Schüsse auf das Tor zu verzeichnen waren.
Die Einwechslungen begannen in der 60. Minute mit M. Maldonado, gefolgt von M. Kabalin in der 62. Runde. In der 70. Minute wechselte L. Marra, und L. Mendoza kam in der 78. Minute ins Spiel. Dann folgte in der 80. Minute ein Dreifachtausch: E. Ozuna, F. Garcia und E. Hoyos wurden gleichzeitig aufgerufen. Und dann war die Zeit abgelaufen.
Die Zahlen erzählen eine andere Geschichte. Ferro-Carril Oeste hatte 65 Prozent Ballbesitz, 36 Angriffe und sieben Eckbälle, aber null Schüsse auf das Tor. Atlético Mitre passte mit 35 Prozent und 22 Angriffen deutlich sparsamer um. Die Gastgeber schossen siebenmal daneben, die Gäste zweimal, aber keiner der Versuche berührte den Pfosten oder den Ballträger.
Wir hatten eine Heimniederlage prognostiziert, mit 58 Prozent Sicherheit. Der Vorhersage ging es nicht gut. Was den Unterschied machte, war nicht der Gegner, sondern die Unfähigkeit, aus den 36 Angriffen etwas zu machen. Es gab keine klaren Situationen, keine Ballverluste im letzten Drittel, kein Glück, das hätte gewendet werden müssen.
In der Tabelle bleibt Ferro-Carril Oeste an der Spitze mit 53 Punkten aus 27 Spielen, Atlético Mitre liegt auf Platz elf mit 30 Zählern. Der Abstand zwischen den Mannschaften liegt nun bei 23 Punkten, und ein Unentschieden hat daran wenig geändert. Das Spiel hatte keine Wendung, und es gab nichts, worauf man hätte warten müssen.