Ein Abend mit wenig Luft zum Atmen
Melbourne United und Adelaide bestritten in der National Basketball League ein Spiel, das erst in den Schlussminuten entschieden wurde. Am Ende stand 95:95, bevor Adelaide 97:95 setzte. Interessant wird es, wenn man die Zahlen betrachtet. Die Gäste gewannen, obwohl die Gastgeber in vielen Bereichen näher dran waren.
Melbourne liegt auf dem fünften Platz mit zwanzig Siegen und dreizehn Niederlagen nach dreiunddreißig Spielen. Adelaide ist Tabellenzweiter, vierundzwanzig Siege, zehn Niederlagen. Der Unterschied ist marginal, aber er zählt. Nebenbei: unsere Prognose hatte auf Melbourne gesetzt, mit fünfzig zwei Prozent Sicherheit. Der Matchverlauf hat das widerlegt.
Die Statistik zeigt, was oft übersehen wird. Melbourne warf sieben Dreier von dreißig Versuchen, Adelaide dreizehn von dreißig. Freiwürfe: sechzehn von neunzehn für die Gastgeber, zwanzig von vierundzwanzig für Adelaide. Die Distanzwürfe entschieden das Spiel. Und dann kam der Moment, in dem Adelaide die Führung nicht mehr hergab.
Melbourne gewann in den letzten Spielen gegen Tasmanien und den Südosten von Melbourne. Adelaide hatte Schwierigkeiten gegen Sydney, verlor dreimal in Folge, bevor zwei Siege folgten. Die Formkurven waren unterschiedlich. Melbourne spielte stabil, Adelaide brauchte Zeit zum Finden. Heute war es Adelaide, das den Rhythmus bestimmte.
Das Ergebnis verändert nichts an der Tabelle. Melbourne bleibt Fünfter, Adelaide Zweiter. Der Abstand von drei Punkten besteht weiter. Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass solche Spiele oft über wenige Würfe entschieden werden. Melbourne hatte mehr Chancen, Adelaide nutzte die entscheidenden Momente. Und dann ist das Basketball eben.