Portland Thorns und Houston Dash spielten am Samstagabend im Group Stage der NWSL 1:1 unentschieden. Die Gastgeberinnen kamen am Providencе Park zwar über die Hälfte der Ballbesitzanteile, doch das Spiel endete mit einem Punktgewinn für die Gäste. Katherine Rader hatte früh getroffen, Marie·Muller glich zum Schluss aus.
Der Ball ging nach zehn Minuten an Houston. Katherine Rader fand den Weg ins Tor und sorgte dafür, dass die Gäste zunächst die Führung innehatten. interessant wird es dann, wenn man betrachtet, wie Portland auf diesen frühen Treffer reagierte. Die Gastgeberinnen behielten einen kühlen Kopf, suchten nach Wegen, das Spiel zu wenden, und brachten um die Halbzeitzeit Morgan Weaver heraus und Mary Alice Vignola herein.
Portland verwaltete den Ball besser. 55 Prozent des Besitzes stehen zu Buche, 119 Angriffe wurden gezählt, während Houston auf 80 kam. Doch viele Bälle nützen wenig, wenn sie nicht in Torchancen umgemünzt werden. Die Gastgeberinnen schossen 13 Mal, davon fünf ins Tor, Houston kam auf sechs Schüsse mit zwei Treffern im Ziel. nach 70 Minuten änderte sich die Dynamik, als Marie·Muller in der 85. Minute ausglich.
Die Standardsituationen waren ein Faktor. Portland achtete auf acht Eckbälle, Houston nur auf einen. Die Gastgeberinnen versuchten es über Flanken, scheiterten jedoch meist – nur ein erfolgreicher Cross steht zu ihren Gunsten. Houston verteidigte tiefer, 34 Clearances gegenüber 14 bei Portland, und suchte den Konter über Dribbelgänge. Zehn Dribbelversuche der Gäste, sechs davon erfolgreich, zeugten von einem anderen Ansatz.
Die Tabelle zeigt nach diesem Spielbild ein klares Bild. Portland liegt auf dem sechsten Platz mit 42 Punkten aus 26 Partien, Houston auf dem elften mit 32 Punkten. Ein Unentschieden veränderte nichts an der Position, doch es verlängerte die Serie der Gastgeberinnen, die in den letzten Spielen selten verloren hatten. nach fünf Spielen ohne Niederlage blieb die Serie intakt, auch wenn der Sieg auf der Strecke blieb.
Wir hatten Portland als Favorit gesehen, die Wahrscheinlichkeit für einen Heimsieg lag bei 52 Prozent. Der Vorhersage ging es nicht so, wie erwartet. Houston zeigte, dass man auch aus der Defensive heraus gefährlich bleiben kann, wenn man die wenigen Chancen nutzt, die entstehen. und dann reichte es für die Gäste zu einem Punkt, den sie so vielleicht nicht einkalkuliert hatten.