Ried und Grazer AK: Ein Spiel mit zwei Gesichten
Am Freitagabend traf Ried auf Grazer AK in der vierten Runde der Bundesliga. Das Spiel endete 1:0 für die Gastgeber, interessant wird es, wenn man betrachtet, wer die entscheidenden Momente hatte. Nebenbei: Beide Teams stehen mit vier Punkten gleichauf, Ried auf dem neunten Platz, Grazer AK auf dem zehnten.Die entscheidenden Minuten kamen vor der Pause. In der 45. Minute wurde ein Elfmeter zugesprochen, P. Sissoko verwandelte, und dann folgte direkt in der 45+1. Minute ein weiterer Elfmeter, ebenfalls von Sissoko. Zwei gelbe Karten in der 45+2. Minute für Niama Pape Sissoko und Peter Michorl zeigten, wie angespannt die Situation war. Der Schiedsrichter hatte viel zu tun.
Bevor es zu den Strafstößen kam, gab es eine Episode, die viel Energie verschlang. Anderson traf bei Grazer AK in der 28. Minute zweimal, beide Tore wurden jedoch per VAR wegen Abseits gestrichen. Das war ein Ausrufezeichen, das die Stimmung veränderte. Die Gäste waren früh durch, aber der Schiedsrichter entschied anders.
Die Statistik sagt wenig über den Verlauf aus. Grazer AK hatte 54 Prozent Ballbesitz und 38 Schüsse, davon neun ins Tor. Ried spielte mit 46 Prozent, schoss 32-mal, davon sechs ins Netz. Drei große Chancen vergaben die Gäste, die Gastgeber schufen zwei. Viele Bälle, wenig Ergebnis.
Die Tabelle bleibt unverändert. Nach fünf Spieltagen haben beide Teams vier Punkte, Ried mit einem Sieg, einer Niederlage und drei Niederlagen, Grazer AK mit einer Niederlage, einem Unentschieden und drei Niederlagen. Die letzten Spiele zeigen: Ried gewann 5:1 gegen Dornbirn, verlor aber 1:4 bei LASK und 1:2 bei Rapid Wien. Grazer AK erlebte ein 0:8 bei Rapid Wien, das ist ein harter Schlag.
Was bleibt, ist das Gefühl, dass dieses Spiel nicht entschieden wurde. Die Strafstöße gaben Ried den Vorsprung, aber die gestrichenen Tore von Anderson hätten alles ändern können. Und dann kam die Pause, und das Spiel endete so, wie es begonnen hatte: offen, aber ohne klare Dominanz.